[Gemeinsam lesen] 29.08.2017


Hallo zusammen,

nach langer Zeit mache ich nun mal wieder bei der tollen Aktion von Schlunzenbücher mit, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Woche neu gestellt.
Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)


Hier meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Aktuell lese ich "Dich im Herzen" von Susan Wiggs und bin derzeitig auf Seite 234 (von 400).


Klappentext:
Annie Harlows Glück scheint perfekt: Sie ist die Produzentin einer bekannten Kochshow, hat einen liebevollen Mann, eine wunderschöne Wohnung in Los Angeles - und jetzt ist sie auch noch schwanger! Doch dann hat Annie hat einen schweren Unfall. Als sie ein Jahr später aus dem Koma erwacht, ist ihr Leben ein Scherbenhaufen. Als gebrochene Frau kehrt sie in ihre Heimat zurück, auf die idyllische Ahornfarm ihrer Familie in Vermont. Kann hier, mit Hilfe ihres charmanten High-School-Freundes Fletcher, ihr Herz heilen?


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Annie schwebte wie auf Wolken, als sie erkannte, dass ihre Dokumentation beinahe fertig war.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Im Grunde lese ich an diesem Buch nun schon seit etwa 2 Wochen (mit Unterbrechungen). Nicht weil der Roman nicht interessant ist. Allerdings packt mich die Handlung und die Figuren nicht so recht. Obwohl die Hauptfigur eine sehr emotionale Phase durchläuft, springt der Funke nicht so recht über. Zwar kann man sich in sie hineinversetzen, allerdings kann ich ihr gegenüber nicht echte Sympathien empfinden.
Eigentlich mag ich Susan Wiggs ja sehr, vor allem da sie oftmals mit durchdachten Figuren und einer traumhaften Umgebung aufwarten kann. Jedoch fehlt es hier ein wenig an beidem. Ich bin mal gespannt, ob mich das Buch doch nicht richtig packen kann. Aktuell ist es eher Durchschnitt.


4. Empfehle uns das Buch, das deiner Meinung nach jeder gelesen haben sollte (nur eins!)

Es ist echt schwierig sich hier auf ein Buch festzulegen. Aber wenn ich schon muss, entscheide ich mich für "Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult.
Eigentlich finde ich ja fast alle Romane von Jodi Picoult gelungen. Aber "Bis ans Ende der Geschichte" toppt sie nochmals alle.
Jodi Picoult schreibt hier mit so viel Herz und Tiefgang zugleich. Meiner Meinung nach ist dies eine sehr eindrucksvolles Buch, dass einem auch nach dem Lesen noch eine ganze Weile beschäftigt. Jodi Picoult schafft es perfekt ein so schwieriges Thema wie Holocaust und dessen Aufarbeitung sensibel anzugehen und das Ganze packend und mit den passenden Emotionen in eine Romanhandlung zu verknüpfen. Hier ist einfach alles stimmig.
Sie geht zugleich mit relativer Nüchternheit und aber auch mit außergewöhnlichem Tiefgang an die Erzählungen der Vergangenheit heran. Dabei urteilt sie nicht offen, sondern lässt den Leser selbst entscheiden, wie sie die Geschehnisse wahrnehmen wollen.

Wer mal neugierig geworden ist, die ist der Klappentext:
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


Wie sieht es bei euch aus? Was lest ihr aktuell? Was ist euer Lesemuss?

Sommerliche Grüße
Babs


[Rezension] "Rosenstunden (Rose Harbor-Reihe 5)" von Debbie Macomber

Bücherinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Nina Bader
Originaltitel: Sweet Tomorrows (Rose Harbor 5)
Originalverlag: Ballantine, New York 2016
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0449-7
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 17.07.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Debbie Macomber ist mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie eine begeisterte Strickerin und verbringt mit Vorliebe viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington, und im Winter in Florida.


Klappentext: 

Alte Leidenschaften, neues Glück ...

Vor neun Monaten gestand Mark Taylor Jo Marie Rose seine Liebe. Und verließ sie und das Städtchen Cedar Cove danach Hals über Kopf. Doch Jo Marie will sich nicht ein weiteres Mal in Trauer um einen Mann verlieren – sie ist fest entschlossen, ihr Glück wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Auch Emily Gaffney, ihr neuester Gast, hat Pläne für die Zukunft: Sie sucht in Cedar Cove nach ihrem Traumhaus – und hat auch schon eines im Auge. Der Besitzer, Nick Schwartz, ist allerdings alles andere als begeistert, als sie ihn kontaktiert. Doch Emily gibt nicht auf, und aus einem holprigen Start wird bald eine enge Freundschaft – oder sogar mehr …


Meine Meinung: 

Bei diesem Roman handelt es sich um den letzten Teil der Rose Harbor-Reihe, in dem die Liebesgeschichte um Jo Marie und Mark ihr Ende findet.
Da ich die "Rose Harbor-Reihe" bzw. Debbie Macombers Bücher im allgemeinen sehr mag, war dieser Roman ein unbedingtes Muss. Kaum hielt ich den Roman in den Händen musste ich schon anfangen zu lesen.

Die Handlung dieses Romans setzt etwa neun Monate nach dem Ende des Vorgängerromans an. Mark ist nun schon seit langem weg, nachdem er Jo Marie endlich seine Liebe gestanden hatte. Anfangs ist Jo Marie noch sehr geknickt, zumal sie lange nichts von Mark hört. Stück für Stück beginnt sie ihr Leben ohne ihn aufzubauen und lernt sogar einen neuen Mann kennen, bis sie plötzlich eine Nachricht von Mark erhält, die sie hoffen und Bangen lässt, Fortan ist Jo Marie zwischen zwei Männern hin und her gerissen: Mark, ihr letzte große Liebe, der ihr jedoch keine zuverlässige Zukunft garantieren kann und Greg, selbst Witwer, der ihre Gefühle nachvollziehen kann und selbst ein wenig an der Vergangenheit hängt.
Und es wäre kein Rose Harbor-Roman, wenn Debbie Macomber nicht vollkommen gelungen eine zweiten Handlungsstrang mit einbinden würde: Emily Gaffney kommt ins Rose Harbor Inn, um eine Unterkunft während ihrer Suche nach einem Haus zu haben. Als sie ihr Traumhaus findet, stellt sie fest, dass dieses bereits einen Bewohner hat: Nick Schwartz, der gerade vor Trauer und Selbstschuld zerfließt und zunächst Emily eher von sich stößt.

Nach und nach schließt sich in diesem Roman alles zu einem wundervollen Ganzen. Und auch wenn der Roman vor allem in der Mitte stellenweise ein klein wenig langatmig ist, verzeiht man der Autorin dies schnell, da sie ein sehr schönes Ende geschaffen hat.
Und auch wenn man hier nicht unbedingt viel Tiefgang erwarten kann, schafft es Debbie Macomber mit einer sehr emotionalen Bildsprache die Spannung aufrecht zu erhalten. Man leider mit den Figuren, die alle Ereignissen in der Vergangenheit nachhängen, auf ihrem Weg zum Seelenheil.
Natürlich kommt es, wie sollte es auch anders sein, zu einem Happy End. Das Buch bietet interessante Kurzweil und eignet sich bestens für einen Nachmittag auf der Terrasse oder Couch.

Mit diesem Roman gibt die Autorin einem als Leser auch endlich die Möglichkeit Mark und seine Gedankenwelt besser kennenzulernen. Dadurch wirken seine Handlungen  in den Vorgängerromanen nachträglich auch vollkommen nachvollziehbar.

Fazit:
Mit diesem Roman rundet Debbie Macomber die Rose Harbor-Reihe und das Kapitel Jo Marie und Mark endlich gelungen ab, so dass man mit gutem Gefühl aus einem Lesenachmittag rausgehen kann.
Ich für meinen Teil habe diesen Roman sehr genossen.

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe* 




[Rezension] "Die Schatten von Race Point" von Patry Francis

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Claudia Feldmann
Originaltitel: The Orphans of Race Point
Originalverlag: HarperCollins, New York 2014
Taschenbuch, Klappenbroschur, 592 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0337-7
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 20.03.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Patry Francis, geboren 1950 in Brockton, Massachusetts, lebt mit ihrer Familie auf Cape Cod. Ihre Erzählungen und Gedichte sind in zahlreichen literarischen Zeitschriften erschienen und wurde mehrfach für den renommierten Pushcart-Preis nominiert. Die Schatten von Race Point ist ihr erster Roman bei Blanvalet.


Klappentext:

Eine Liebe, die stärker ist als das Leben

Cape Cod,1978. Als Kinder sind Hallie Costa und Gus Silva unzertrennlich, als Teenager werden sie ein Liebespaar – bis ein dramatischer Vorfall am Strand von Race Point sie scheinbar unwiederbringlich auseinandertreibt. Doch Hallie kann ihren Freund nie vergessen, und als Gus Jahre später eines Mordes angeklagt wird, muss sie sich ihren Gefühlen stellen, denn seine gesamte Existenz steht auf dem Spiel. Kann sie ihm noch einmal helfen, bevor es zu spät ist? Hallie kehrt in ihre Heimatstadt zurück und stößt dort unerwartet auf dunkle Geheimnisse von ungeahnten Dimensionen …


Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen, da der Klappentext mein Interesse geweckt hatte. Als ich das Buch, dann als Rezensionsexemplar erhielt, war ich ziemlich froh darüber, das Buch alsbald lesen zu können.
Jedoch muss ich gestehen, dass die Ernüchterung kam, als ich anfing zu lesen. Die Handlung zieht sich bereits zu Beginn an, so dass man geneigt ist, Stellen zu überfliegen. Die Autorin widmet zu viel Zeit allen Einzelheiten, wodurch man irgendwann beim Lesen ein wenig genervt ist. Beispielsweise reitet sie zu Beginn des Romans zu sehr auf den portugiesischen Lebenstil der Charaktere rum, obwohl die Handlung an der amerikanischen Ostküste spielt?! Das sie generell auf Einzelheiten eingeht, finde ich ja sogar gut. Dass sie sich in diesen jedoch stellenweise verrennt, mindert das Lesevergnügen schon ein wenig.
Mit fast 600 Seiten ist dieser Roman sehr dick. Meines Erachtens nach hätte die gesamte Handlung um mindestens einem Drittel, wenn nicht sogar fast die Hälfte gekürzt werden können, ohne dass diese darunter gelitten hätte. Viel zu oft werden Nebenschauplätze aufgemacht, die jedoch nur wenig zur Gesamthandlung beitragen.
Und auch wenn man sich beim Lesen nicht in die Handlung verlieben kann, bieten die traumhaften Natur- und Umfeldbeschreibungen immerhin die Möglichkeit sich ein wenig in die Landschaft zu verlieben, was das Ganze schon wieder ein wenig aufwertet.

Hallie und Gus sind im Gegensatz zu manch anderen Figuren in diesem Roman überaus interessant und stark gezeichnet. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und auch wenn man nicht alle ihre Entscheidungen und Handlungen so recht akzeptieren mag, ergeben diese durchaus Sinn.
Einzelne Figuren, wie z.B. Hallies Vater sind stellenweise ein wenig überzogen dargestellt. So wird dieser bspw. zwischendurch als eine Art "Heldenfigur" dargestellt, der fast so etwas wie das "Dorfoberhaupt" über allem wacht.


Fazit:
Leider ist dieser Roman sehr langatmig, so dass man die interessanten Abschnitte nicht so recht genießen kann. Er um die Hälfte gekürzt werden können.

Note: 4


Wer sich nun mal sein eigenes Urteil bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*





[Rezension] "Manchmal ist es schön, dass du mich liebst" von Marie Vareille

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Französischen von Gabriele Lefevre
Originaltitel: Je peux très bien me passier de toi
Originalverlag: Les Editions Charleston, 2015
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10144-4
€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Penguin
Erschienen: 13.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Marie Vareille wurde 1985 in Montbard, einer Kleinstadt im Burgund, geboren. Sie hat in New York und Paris Management studiert und arbeitet derzeit für ein kleines Start-up-Unternehmen. Neben dem Schreiben führt sie auch einen Blog über romantische Komödien. „Manchmal ist es schön, dass du mich liebst“ ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.


Klappentext: 

Zwei Freundinnen, ein kleines Dorf in Frankreich und ein halbes Jahr, das alles verändert.

Die Freundinnen Chloé und Constance sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten. Doch in einem sind sie sich einig: Es muss sich endlich etwas ändern in ihrem Leben. Für die nächsten sechs Monate schließen sie einen Pakt – während die schüchterne Constance in Paris versucht, die Liebe zu finden, will Chloé in einem kleinen Dorf im Bordeaux einen Roman schreiben und sich um ihre kranke Großmutter kümmern. Und endlich ihren Exfreund vergessen! Aber die idyllischen Weinberge halten so manche Überraschung für Chloé bereit. Denn manchmal muss man nur aufhören zu suchen, um endlich das Glück zu finden ...


Meine Meinung: 

"Manchmal ist es schön, dass du mich liebst" hat mein Interesse aufgrund des hübschen Covers geweckt. Dieses wurde noch durch den wirklich neugierig machenden Klappentexts gesteigert.
Allerdings muss ich gestehen, dass mein Lesen ein wenig die Ernüchterung kam. Das Buch hat durchaus Potential, allerdings ist es überwiegend sehr anstrengend mit unsympathischen Charakteren!
Chloé und Constanze sind nicht unbedingt Figuren, in denen man sich beim Lesen verliebt. Chloé ist dafür zu überheblich und zickig, während Constanze null Selbstvertrauen zeigt und immer wieder alles selbst schlecht redet, was sie erreicht. Beim Lesen habe ich mich teilweise gefragt, was die Beiden verbindet, so dass sie Freundinnen sind?! Anfangs überwiegt noch das Mitleid mit beiden Frauen, da ihnen das Leben nicht immer ganz gut mitgespielt hat. Beide Frauen sehnen sich nach dem Einen, dem sie ihr Herz schenken können. Allerdings werden sie immer wieder enttäuscht. Nach einer Weile stellt man dann jedoch fest, dass die beiden irgendetwas zurückhält, so dass sie ihr Glück, dass sie quasi direkt vor Augen haben, nicht sehen.

Vom Schreibstil her ist das Buch durchaus interessant. Marie Vareille hat einen durchaus abwechslungsreichen und spitzen Schreibstil, so dass man durchaus durch die Handlung fliegt. Nur leider schmälern dann die nicht ganz durchdachten Figuren das Potential.

Des Weiteren hätte diesem Roman ein wenig mehr Glaubwürdigkeit gut getan. Irgendwie haben die Charaktere teils utopische Ideen (einen Roman schreiben, obwohl man noch keine Seite geschrieben hat???). Mir fehlte vor allem der richtige Weg dahin, da die Handlung ein wenig durcheinander wirkte. Stellenweise hatte ich leichte Probleme, die Figuren und Handlungsstränge komplett auseinander zu halten.

Fazit:
Mit liebenswerteren Charakteren hat dieser Roman durchaus das Potential zu einem tollen Frauen- bzw. Freundinnenroman. Allerdings verspielt die Autorin dieses dadurch, dass die Hauptfiguren eine echte Entwicklung erst ganz am Ende durchlaufen.

Note: 4-


Wer sich nun mal sein eigenes Urteil bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*


[Rezension] "So blau wie das funkelnde Meer" von Kelly Rimmer

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Astrid Finke
Originaltitel: Me without You
Originalverlag: Bookouture, 2014
Paperback, Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0569-1
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 13.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Kelly Rimmer fand Fiktion schon immer besser als die Realität – und wurde deshalb Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann Daniel und zwei kleinen Kindern im ländlichen Australien, und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder vom Lesen und Schreiben träumt, arbeitet sie in der IT-Branche. So blau wie das funkelnde Meer ist ihr erster Roman im Blanvalet Verlag.


Klappentext:

Sie haben die Liebe ihres Lebens gefunden – doch das Schicksal hatte andere Pläne.

Vor einem Jahr traf ich die Liebe meines Lebens. Für zwei Menschen, die nicht an die Liebe auf den ersten Blick glauben, kamen wir dem Ganzen doch sehr nah. Lilah McDonald, umwerfend schön, eigensinnig, stur und in vielen Dingen einfach so wundervoll, dass es Worte nicht beschreiben können. Sie half mir, ins Leben zurückzufinden. Meine Lilah, die mir so viel gab und doch ein Geheimnis vor mir hatte, denn sie wusste, dass mir die Wahrheit das Herz brechen würde. Mein Name ist Callum Roberts, und das ist unsere Geschichte.


Meine Meinung:

Ich bin aufgrund des interessanten Covers auf "So blau wie das funkelnde Meer" gestoßen und mein Interesse wurde noch gesteigert, als ich den Klappentext las. Dies war zugleich mein erster Roman der Autorin und vorab kann ich schon mal sagen, dass mir das Buch nach einem etwas schwachen Start ziemlich gefallen hat.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Lilah McDonald und Callum Roberts, die sich eines Abends auf einer Fähre treffen. Die beiden sind im Grunde grundverschieden und beide nicht bereit für eine neue Beziehung. Doch manchmal ist Wollen zweitrangig. Die beiden lernen sich besser kennen und das was zunächst als sexuelles Abenteuer, insbesondere seitens Lilah gedacht war, entwickelt sich zu einer richtigen Lovestory. Bis das Leben bzw. das Schicksal droht den Beiden droht die Beine unter dem Körper wegreißen zu wollen.

Dieses Buch ist voller Emotionen. Man lacht und leidet mit den Charakteren.
Nach einem etwas holprigen Start, bei dem der echte Funke zunächst nicht sofort so ganz überspringt, verwickelt die Handlung die Leser in einen wahren Liebeswirrwarr. Lilah und Callum sind überaus interessante Charaktere, wenn auch zugleich im Grunde grundverschieden. Und auch, wenn beide ein ziemlich erfolgreiches Leben führen, setzen sie ihre Prioritäten unterschiedlich. Die beiden sind ein wenig wie Ying und Yang, zusammen bilden sie ein vollkommenes Ganze.
Dieses Buch geht einem ans Herz und man fängt an über sich und sein Leben nachzudenken: Lebe ich wirklich ein glückliches Leben? Was brauche ich für ein glückliches Leben? Genau solche Fragen stellen sich die Figuren immer wieder und die Antworten sind teils total verschieden, teils im Kern aber auch sehr ähnlich. Dieser Roman zeigt einem als Leser auf, dass Wollen manchmal nebensächlich ist, wenn das Schicksal zuschlägt.

Ein kleinen Kritikpunkt möchte ich lediglich auch zum Titel anbringen. Hier sagt der Originaltitel "Me without you" viel mehr über den Inhalt aus, als es der deutsche Titel kann. "So blau wie das Meer" idealisiert den Inhalt meiner Ansicht nach zu sehr, denn im Buch ist nicht immer alles eitel Sonnenschein.

Dieses Buch so richtig zu beschreiben fällt echt schwer. Vor allem, wenn man nicht zu viel vom Inhalt preisgeben mag. Meiner Meinung nach ist dies ein Roman, den man gelesen haben sollte, um sich sein eigenen Urteil bilden zu können.

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*