[Rezension] "Die Schatten von Race Point" von Patry Francis

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Claudia Feldmann
Originaltitel: The Orphans of Race Point
Originalverlag: HarperCollins, New York 2014
Taschenbuch, Klappenbroschur, 592 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0337-7
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 20.03.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Patry Francis, geboren 1950 in Brockton, Massachusetts, lebt mit ihrer Familie auf Cape Cod. Ihre Erzählungen und Gedichte sind in zahlreichen literarischen Zeitschriften erschienen und wurde mehrfach für den renommierten Pushcart-Preis nominiert. Die Schatten von Race Point ist ihr erster Roman bei Blanvalet.


Klappentext:

Eine Liebe, die stärker ist als das Leben

Cape Cod,1978. Als Kinder sind Hallie Costa und Gus Silva unzertrennlich, als Teenager werden sie ein Liebespaar – bis ein dramatischer Vorfall am Strand von Race Point sie scheinbar unwiederbringlich auseinandertreibt. Doch Hallie kann ihren Freund nie vergessen, und als Gus Jahre später eines Mordes angeklagt wird, muss sie sich ihren Gefühlen stellen, denn seine gesamte Existenz steht auf dem Spiel. Kann sie ihm noch einmal helfen, bevor es zu spät ist? Hallie kehrt in ihre Heimatstadt zurück und stößt dort unerwartet auf dunkle Geheimnisse von ungeahnten Dimensionen …


Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen, da der Klappentext mein Interesse geweckt hatte. Als ich das Buch, dann als Rezensionsexemplar erhielt, war ich ziemlich froh darüber, das Buch alsbald lesen zu können.
Jedoch muss ich gestehen, dass die Ernüchterung kam, als ich anfing zu lesen. Die Handlung zieht sich bereits zu Beginn an, so dass man geneigt ist, Stellen zu überfliegen. Die Autorin widmet zu viel Zeit allen Einzelheiten, wodurch man irgendwann beim Lesen ein wenig genervt ist. Beispielsweise reitet sie zu Beginn des Romans zu sehr auf den portugiesischen Lebenstil der Charaktere rum, obwohl die Handlung an der amerikanischen Ostküste spielt?! Das sie generell auf Einzelheiten eingeht, finde ich ja sogar gut. Dass sie sich in diesen jedoch stellenweise verrennt, mindert das Lesevergnügen schon ein wenig.
Mit fast 600 Seiten ist dieser Roman sehr dick. Meines Erachtens nach hätte die gesamte Handlung um mindestens einem Drittel, wenn nicht sogar fast die Hälfte gekürzt werden können, ohne dass diese darunter gelitten hätte. Viel zu oft werden Nebenschauplätze aufgemacht, die jedoch nur wenig zur Gesamthandlung beitragen.
Und auch wenn man sich beim Lesen nicht in die Handlung verlieben kann, bieten die traumhaften Natur- und Umfeldbeschreibungen immerhin die Möglichkeit sich ein wenig in die Landschaft zu verlieben, was das Ganze schon wieder ein wenig aufwertet.

Hallie und Gus sind im Gegensatz zu manch anderen Figuren in diesem Roman überaus interessant und stark gezeichnet. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und auch wenn man nicht alle ihre Entscheidungen und Handlungen so recht akzeptieren mag, ergeben diese durchaus Sinn.
Einzelne Figuren, wie z.B. Hallies Vater sind stellenweise ein wenig überzogen dargestellt. So wird dieser bspw. zwischendurch als eine Art "Heldenfigur" dargestellt, der fast so etwas wie das "Dorfoberhaupt" über allem wacht.


Fazit:
Leider ist dieser Roman sehr langatmig, so dass man die interessanten Abschnitte nicht so recht genießen kann. Er um die Hälfte gekürzt werden können.

Note: 4


Wer sich nun mal sein eigenes Urteil bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*





[Rezension] "Manchmal ist es schön, dass du mich liebst" von Marie Vareille

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Französischen von Gabriele Lefevre
Originaltitel: Je peux très bien me passier de toi
Originalverlag: Les Editions Charleston, 2015
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10144-4
€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Penguin
Erschienen: 13.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Marie Vareille wurde 1985 in Montbard, einer Kleinstadt im Burgund, geboren. Sie hat in New York und Paris Management studiert und arbeitet derzeit für ein kleines Start-up-Unternehmen. Neben dem Schreiben führt sie auch einen Blog über romantische Komödien. „Manchmal ist es schön, dass du mich liebst“ ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.


Klappentext: 

Zwei Freundinnen, ein kleines Dorf in Frankreich und ein halbes Jahr, das alles verändert.

Die Freundinnen Chloé und Constance sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten. Doch in einem sind sie sich einig: Es muss sich endlich etwas ändern in ihrem Leben. Für die nächsten sechs Monate schließen sie einen Pakt – während die schüchterne Constance in Paris versucht, die Liebe zu finden, will Chloé in einem kleinen Dorf im Bordeaux einen Roman schreiben und sich um ihre kranke Großmutter kümmern. Und endlich ihren Exfreund vergessen! Aber die idyllischen Weinberge halten so manche Überraschung für Chloé bereit. Denn manchmal muss man nur aufhören zu suchen, um endlich das Glück zu finden ...


Meine Meinung: 

"Manchmal ist es schön, dass du mich liebst" hat mein Interesse aufgrund des hübschen Covers geweckt. Dieses wurde noch durch den wirklich neugierig machenden Klappentexts gesteigert.
Allerdings muss ich gestehen, dass mein Lesen ein wenig die Ernüchterung kam. Das Buch hat durchaus Potential, allerdings ist es überwiegend sehr anstrengend mit unsympathischen Charakteren!
Chloé und Constanze sind nicht unbedingt Figuren, in denen man sich beim Lesen verliebt. Chloé ist dafür zu überheblich und zickig, während Constanze null Selbstvertrauen zeigt und immer wieder alles selbst schlecht redet, was sie erreicht. Beim Lesen habe ich mich teilweise gefragt, was die Beiden verbindet, so dass sie Freundinnen sind?! Anfangs überwiegt noch das Mitleid mit beiden Frauen, da ihnen das Leben nicht immer ganz gut mitgespielt hat. Beide Frauen sehnen sich nach dem Einen, dem sie ihr Herz schenken können. Allerdings werden sie immer wieder enttäuscht. Nach einer Weile stellt man dann jedoch fest, dass die beiden irgendetwas zurückhält, so dass sie ihr Glück, dass sie quasi direkt vor Augen haben, nicht sehen.

Vom Schreibstil her ist das Buch durchaus interessant. Marie Vareille hat einen durchaus abwechslungsreichen und spitzen Schreibstil, so dass man durchaus durch die Handlung fliegt. Nur leider schmälern dann die nicht ganz durchdachten Figuren das Potential.

Des Weiteren hätte diesem Roman ein wenig mehr Glaubwürdigkeit gut getan. Irgendwie haben die Charaktere teils utopische Ideen (einen Roman schreiben, obwohl man noch keine Seite geschrieben hat???). Mir fehlte vor allem der richtige Weg dahin, da die Handlung ein wenig durcheinander wirkte. Stellenweise hatte ich leichte Probleme, die Figuren und Handlungsstränge komplett auseinander zu halten.

Fazit:
Mit liebenswerteren Charakteren hat dieser Roman durchaus das Potential zu einem tollen Frauen- bzw. Freundinnenroman. Allerdings verspielt die Autorin dieses dadurch, dass die Hauptfiguren eine echte Entwicklung erst ganz am Ende durchlaufen.

Note: 4-


Wer sich nun mal sein eigenes Urteil bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*


[Rezension] "So blau wie das funkelnde Meer" von Kelly Rimmer

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Astrid Finke
Originaltitel: Me without You
Originalverlag: Bookouture, 2014
Paperback, Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0569-1
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 13.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Kelly Rimmer fand Fiktion schon immer besser als die Realität – und wurde deshalb Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann Daniel und zwei kleinen Kindern im ländlichen Australien, und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder vom Lesen und Schreiben träumt, arbeitet sie in der IT-Branche. So blau wie das funkelnde Meer ist ihr erster Roman im Blanvalet Verlag.


Klappentext:

Sie haben die Liebe ihres Lebens gefunden – doch das Schicksal hatte andere Pläne.

Vor einem Jahr traf ich die Liebe meines Lebens. Für zwei Menschen, die nicht an die Liebe auf den ersten Blick glauben, kamen wir dem Ganzen doch sehr nah. Lilah McDonald, umwerfend schön, eigensinnig, stur und in vielen Dingen einfach so wundervoll, dass es Worte nicht beschreiben können. Sie half mir, ins Leben zurückzufinden. Meine Lilah, die mir so viel gab und doch ein Geheimnis vor mir hatte, denn sie wusste, dass mir die Wahrheit das Herz brechen würde. Mein Name ist Callum Roberts, und das ist unsere Geschichte.


Meine Meinung:

Ich bin aufgrund des interessanten Covers auf "So blau wie das funkelnde Meer" gestoßen und mein Interesse wurde noch gesteigert, als ich den Klappentext las. Dies war zugleich mein erster Roman der Autorin und vorab kann ich schon mal sagen, dass mir das Buch nach einem etwas schwachen Start ziemlich gefallen hat.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Lilah McDonald und Callum Roberts, die sich eines Abends auf einer Fähre treffen. Die beiden sind im Grunde grundverschieden und beide nicht bereit für eine neue Beziehung. Doch manchmal ist Wollen zweitrangig. Die beiden lernen sich besser kennen und das was zunächst als sexuelles Abenteuer, insbesondere seitens Lilah gedacht war, entwickelt sich zu einer richtigen Lovestory. Bis das Leben bzw. das Schicksal droht den Beiden droht die Beine unter dem Körper wegreißen zu wollen.

Dieses Buch ist voller Emotionen. Man lacht und leidet mit den Charakteren.
Nach einem etwas holprigen Start, bei dem der echte Funke zunächst nicht sofort so ganz überspringt, verwickelt die Handlung die Leser in einen wahren Liebeswirrwarr. Lilah und Callum sind überaus interessante Charaktere, wenn auch zugleich im Grunde grundverschieden. Und auch, wenn beide ein ziemlich erfolgreiches Leben führen, setzen sie ihre Prioritäten unterschiedlich. Die beiden sind ein wenig wie Ying und Yang, zusammen bilden sie ein vollkommenes Ganze.
Dieses Buch geht einem ans Herz und man fängt an über sich und sein Leben nachzudenken: Lebe ich wirklich ein glückliches Leben? Was brauche ich für ein glückliches Leben? Genau solche Fragen stellen sich die Figuren immer wieder und die Antworten sind teils total verschieden, teils im Kern aber auch sehr ähnlich. Dieser Roman zeigt einem als Leser auf, dass Wollen manchmal nebensächlich ist, wenn das Schicksal zuschlägt.

Ein kleinen Kritikpunkt möchte ich lediglich auch zum Titel anbringen. Hier sagt der Originaltitel "Me without you" viel mehr über den Inhalt aus, als es der deutsche Titel kann. "So blau wie das Meer" idealisiert den Inhalt meiner Ansicht nach zu sehr, denn im Buch ist nicht immer alles eitel Sonnenschein.

Dieses Buch so richtig zu beschreiben fällt echt schwer. Vor allem, wenn man nicht zu viel vom Inhalt preisgeben mag. Meiner Meinung nach ist dies ein Roman, den man gelesen haben sollte, um sich sein eigenen Urteil bilden zu können.

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*


#projectoneyear restart


Hallo zusammen,

mission failed! So und nicht anders kann ich diesen Beitrag beginnen. Vor gut 11 Monaten habe ich mit der Challenge #projectoneyear, die von loudwords ins Leben gerufen wurde, begonnen, die zum Ziel hatte Vorhaben  in seinem Leben innerhalb eines Jahres in Angriff zu nehmen, damit man sich nicht wieder fragt „Was wäre wenn …?“. Die Ziele, die man wählt, können ganz individuelle Ziele sein, die allerdings auch für einen persönlich eine gewisse Herausforderung darstellen. Welche Ziele man sich setzt, bleibt jedem selbst überlassen. Im Laufe des Jahres berichtet man immer wieder wöchentlich/monatlich von seinen Fortschritten. Zur Motivation existiert auch eine Gruppe bei Facebook, wo man sich gegenseitig unterstützen kann.

Und was soll ich sagen: Jetzt 1 Monat vor Challengeende stelle ich fest, dass ich ich keins meiner Ziele auch nur annähernd erreicht habe bzw. denen innerhalb des Jahres leider auch kaum Augenmerk gewidmet habe. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres habe ich mich zu sehr von Unnötigem und Zeitfressern ablenken lassen, so dass ich meine Ziele vollkommen aus den Augen verloren habe.

Ich könnte natürlich jetzt sagen: OK, ich lass den einen Monat noch laufen und versuche mein Bestes. Aber ist es wirklich das, was ich wirklich will? Ich denke nicht! Das breche die „alte“ Challenge ab und beginne nun zum 01.Juli 2017 (OK, ich weiß heute ist bereits der 02.07.17  😉  ) nochmals von vorne. Ich kann natürlich nicht versprechen, dass es klappt. Aber ich möchte mir hinterher nicht selbst vorwerfen können, es nicht zumindest versucht zu haben! Denn mein Leben bedarf echter Veränderungen. Letztens bin ich auf Pinterest auf folgenden Spruch gestoßen, der mir ein wenig den Anstoß für einen Neuanfang gab:

Dieser Spruch hat mich dazu veranlasst mein Leben und meine Ziele zu überdenken. Wie vielleicht einige wissen, habe ich bereits vor ein paar Jahren meine bucket list „40 bis 40“ ins Leben gerufen. Dabei ging es darum 40 Wünsche/Ziele/Pläne/Vorhaben zu definieren, die ich bis zu meinem 40. Geburtstag erreichen möchte. Innerhalb des Jahres wollte ich die Liste vervollständigen und auch gleichzeitig Punkte darauf abhaken. Und was ist nun 11 Monate später? Ich habe zwar wenige Punkte abhaken können, allerdings habe die Liste immer noch nicht vollständig! Und ehrlich gesagt finde ich dies auch nicht schlimm! Warum muss immer ALLES bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht sein? Ist es schlimm, dass ich bis zu meinem 40. Geburtstag (der nun übrigens schon bereits in gut 16 1/2 Monaten ansteht) noch nicht an einer Bergwanderung teilgenommen habe, oder dass ich noch keinen Quilt genäht habe … oder, oder, oder …?! Manche Ziele und Wünsche ändern sich auch mit der Zeit und den Lebensumständen! Daher habe ich beschlossen, dass aus meiner bucket list „40 bis 40“ eher eine generelle Liste wird, auf der ich aufzähle, was ich noch in einem Leben machen, erleben und erreichen möchte! Diese Liste werdet ihr innerhalb des Julis hier auf meinem Blog finden. Diese Liste wird nicht starr sein. Immer wieder werden Punkte hinzukommen und einzelne Punkte werden verschwinden, wenn sie keine Bedeutung mehr für mich haben.

Aber genug abgeschweift! Eigentlich soll es hier ja um die Ziele gehen, die ich innerhalb des kommenden Jahres angehen möchte, um mich und mein Leben zu verändern! Also gut, hier sind sie also:


20 kg abnehmen

Ja, ja, ich weiß, das Ziel habe ich mir auch schon vor 11 Monaten gesetzt.  🙄
Ich könnte jetzt natürlich verkünden, dass ich es innerhalb der letzten 11 Monate immerhin geschafft habe 7 kg abzunehmen. Aber die Wahrheit ist, dass es zwischendurch sogar fast 10 kg waren, ich jedoch zwischendurch wieder zugenommen habe.
Seit Jahren versuche ich ja schon abzunehmen. Ich habe mich lange Zeit nicht genug um mich selbst gekümmert. Und die Quittung bekomme ich gerade gesundheitlich stark zu spüren. Meine Ärzte führen mir immer wieder vor Augen, was passiert, wenn ich mein Leben nicht ändere! Daher möchte ich dies nun erneut in Angriff nehmen und mit einer Abnahme von 20 kg einen großen Schritt nach vorne machen.
Mehr Bewegung/ Sport in mein Leben einbauen
Letztes Jahr habe ich hier noch ein paar Unterpunkte eingebaut. Allerdings möchte ich die Ausgestaltung hier noch offen lassen, da ich gerade in der Findungsphase bin, wie ich mein sportliches Leben gestalten möchte. Das etwas passieren muss ist mir aber vollkommen klar.  Da ich seit längerem körperlich von meinem Gewicht beeinträchtigt bin, muss hier definitiv etwas geschehen. Ich bin es satt total schnell aus der Puste zu kommen bzw. mich nur sehr „watschelnd“ bewegen zu können. Ich war in meiner Jugend mal ziemlich ausdauernd. Davon ist leider nicht mehr viel geblieben.
Da ich in meinem Job die meiste Zeit sitze, muss ich auf jeden Fall einen Ausgleich finden.


Ernährung umstellen

Zwar koche ich zwischendurch aus sehr gesund. Allerdings hat insbesondere in den letzten Monaten die Bequemlichkeit überhand genommen, so dass oftmals etwas Fertiges bzw. etwas zum Zusammenrühren (Maggi lässt grüßen  😯  ) herhalten musste. Damit soll jetzt echt Schluss sein. Ich möchte wieder mehr selbst zubereiten, so dass ich auch weiß, was drin enthalten ist. Denn seien wir mal ehrlich: Häufig wissen wir gar nicht, was wir in uns zuführen und essen Lebensmittel mit Zutaten, die wir nicht mal aussprechen können bzw. von denen wir nicht mal wissen, was es wirklich ist. Ich weiß beispielsweise bis heute nicht, was Guarkernmehl ist bzw. wozu es hinzugefügt wird.  😉
An mindestens 4 Tagen in der Woche möchte ich frisch und gesund kochen. Ich möchte mir Strategien aneignen, mir Sachen auf Vorrat herzustellen, so dass ich selbst nach einem stressigen und langen Tag nicht in die Versuchung komme, zu Fertigkost zu greifen.
Letztendlich soll mir dieses Ziel auch bei meiner Abnahme helfen und zu einem gesünderen Leben führen.


Sachen immer direkt wegräumen

Ich gehöre zu den Menschen, die Sachen oftmals irgendwie ablegen und sich sagen „Ach, das kann ich auch später noch wegräumen“. Wer kennt ihn nicht: Den Stuhl, auf dem wir immer Kleidung anhäufen, die noch nicht wirklich schmutzig ist, die wir aber auch nicht zurück in den Schrank räumen wollen?! Ich habe so einen Stuhl, auf dem die ganze Woche mein Wäscheberg anwächst, um dann am Wochenende doch im Wäschekorb bzw. der Waschmaschine zu landen. Ähnlich sieht es mit der Ablage im Flur, dem Regal, etc. aus. Alles wird erst mal abgelegt, bis ich am Wochenende in den Aufräumwahn verfalle. 🙄


Mein Leben entrümpeln

Ich weiß, dieses Ziel ist noch ziemlich abstrakt! Aber ich möchte es extra noch nicht näher definieren.
Seien wir mal ehrlich: Wie viel von dem Kram, den wir bei uns angehäuft haben, benötigen wir tatsächlich? Wenn ich in mein Bücherregal schaue, kann ich bei mindestens 2/3 aller Büchern die Aussage treffen, dass ich sie nicht nochmals lesen werde. Ich verkaufe zwar immer wieder mal Bücher oder tausche sie bei tauschticket.de. Aber was ist mit den Büchern, die ich nicht loswerde? Ja genau, sie verstauben im Regal.
Ähnlich sieht es mit DVDs aus. Man kauft sie, manche schaut man häufiger als andere. Ich habe welche, die habe ich vielleicht 1x geschaut und seitdem stehen sie im Regal.  🙄
Das Ganze könnte man noch über viel mehr Bereiche ausweiten: Kosmetika, Kleidung, Küchenartikel, etc.. Aber Fakt ist, vieles benötigt man so nicht! Also möchte ich hier innerhalb der nächsten 12 Monate Kehraus machen und mich von Sachen trennen, die nur dazu führen, dass man im Chaos versinkt.


Rezeptsammlung zusammenschreiben

Noch ein Ziel aus dem letzten Jahr, was ich immer noch nicht angegangen bin.  😉
Im Grunde habe ich schon seit einigen Jahren eine Sammlung von Rezepten (u.a. aus Zeitschriften, Kopien aus Büchern von Freunden, etc.), die ich abtippen möchte, um so meine eigene geordnete Sammlung zu haben, die nicht mehr einfach nur aus einem Durcheinander besteht, in dem ich ein bestimmtes Rezept kaum finde.
Also gilt es nun: Abtippen! Abtippen! Abtippen!  😆


Offener sein bzw. zu mir selbst stehen

Das Ziel ist weiterhin nicht besonders klar definiert. Oftmals verstecke ich mich hinter einer Maske aus Angst davor, was mein direktes Umfeld von mir denkt. Ich bin es seit meiner Kindheit gewohnt angepasst zu sein und verberge daher vieles, von dem ich befürchte, dass die Menschen um mich herum es nicht akzeptieren oder verstehen können.
Innerhalb der letzten 11 Monate habe ich mich in Teilen bereits öffnen können. So wissen inzwischen ein paar Leute aus meinem Umfeld, dass ich diesen Blog führe. Allerdings hänge ich dies auch nicht an der großen Glocke. Aber alleine das Wissen, dass der Blog kein Geheimnis mehr ist, macht es leichter für mich. Ähnlich ist dies in anderen Bereichen. Ich sage inzwischen häufiger meine Meinung, auch wenn sie durchaus auch mal nicht akzeptiert wird. Aber damit muss ich leben. Ich kann und will es nicht mehr allen recht machen!


Ich habe mir erneut noch ein paar kleinere Ziele gesteckt, die ich aber momentan noch nicht offenbaren mag, da sie ziemlich persönlich sind. Außerdem würde es irgendwann den Rahmen dieses Posts komplett sprengen, wenn ich alles niederschreibe. Ich werde diese Ziele auf jeden Fall in meine zukünftigen Beiträge mit einfließen lassen.
Upps, jetzt ist der Beitrag wirklich extrem lang geworden, so dass ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr verschreckt habe.  😆
Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie dieses Jahr verlaufen wird!

Sommerliche Grüße
Babs


[Rezension] „Sommernachtsträume“ von Mary Kay Andrews

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer
Originaltitel: The Weekenders (St. Martin’s Press)
Originalverlag: S.Fischer TB
Hörbuch CD (gekürzt), 6 CDs, Laufzeit: ca. 481 Minuten
ISBN: 978-3-8371-3752-1
€ 14,99 [D]* | € 16,90 [A]* | CHF 21,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Random House Audio
Erschienen: 25.04.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Mary Kay Andrews (Autorin)
Mary Kay Andrews wuchs in Florida auf, studierte in Georgia Journalismus und arbeitete dann einige Jahre als Redakteurin. Inzwischen hat sie mehrere Romane veröffentlicht und unterrichtet Kreatives Schreiben. Mary Kay Andrews lebt mit ihrer Familie in Atlanta, aber im Sommer zieht es sie zu ihrem liebevoll restaurierten Ferienhaus auf Tybee Island, eine wunderschöne Insel vor der Küste Georgias, USA.

Rike Schmid (Sprecherin)
Rike Schmid spielte an der Seite von Maximilian Schell die Hauptrolle in der ZDF-Serie Der Fürst und das Mädchen. Es folgten Film- und TV-Produktionen, darunter Wir, ausgezeichnet mit dem Max-Ophüls-Preis. Für Random House Audio leiht sie Susan Elizabeth Phillips und Mary Kay Andrews ihre gefühlvolle Stimme.


Klappentext: 

Riley Griggs schäumt vor Wut, als sie vergeblich an der Fähre auf ihren Ehemann Wendell wartet. Eigentlich wollten sie den Sommer auf der idyllischen Insel Belle Isle nutzen, um ihrer Tochter schonend beizubringen, dass sie sich scheiden lassen wollen. Doch aus Wut wird Besorgnis, denn Wendell bleibt verschwunden. Zu allem Überfluss findet Riley heraus, dass ihr Haus von der Bank gepfändet wurde und sie keinen Zugriff mehr auf ihre Konten hat. Als die Polizei sie auch noch wegen des Verschwindens ihres Ehemanns verdächtigt, macht sich Riley selbst auf die Suche nach Wendell. Unterstützt wird sie von Nate, der wieder auf der Insel wohnt und schon zu Jugendzeiten in Riley verliebt war. Mit ihm an ihrer Seite erkennt Riley, wie weit sie sich von ihren Träumen entfernt hat. Schafft sie es, sich auf ihre Stärken zu besinnen und ein neues Leben zu wagen?


Meine Meinung: 

Dies war das erste Mal, dass ich eins von Mary Kay Andrews Romanen als Hörbuch „gelesen“ habe. Als ziemlich großer Fan von ihren Romanen war ich auf das Erscheinen dieses Romans sehr gespannt. Sobald man die erste CD einlegt, hat man auch direkt ein Gefühl von Sommerurlaub, auch wenn der Inhalt des Romans die meiste Zeit nicht sehr harmonisch daherkommt.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Riley Griggs, die dabei ist sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Sie und ihr Bald-Exmann Wendell wollen dies während eines letzten gemeinsamen Urlaubs der gemeinsamen Tochter mitteilen. Allerdings kommt alles ganz anders, als Riley denkt. Wendell taucht nicht auf der Fähre auf und auf der Insel muss sie dann feststellen, dass die Bank nicht nur ihr gemeinsamen Haus gepfändet hat, sondern er kurz darauf auch tot aufgefunden wird. Während der Ermittlungen zu Wendells Tod stellt sich dann auch noch raus, dass dieser in dunkle Geldgeschäfte verwickelt war.
Neben ihrer besten Freundin, ist Rileys Jugendliebe Nate ihr eine große Hilfe nach dem Tod ihres Mannes. Dabei kommen auch alte Gefühle wieder auf.

Dies war mein erstes Hörbuch mit Rike Schmid als Sprecherin. Generell fand ich ihre Erzählweise auch überaus gefühlvoll. Insbesondere Riley und ihre Tochter waren besonders gut dargestellt. Vor allem bei Rileys Tochter Maggie überzeugt sie mit zwischenzeitlich immer wieder perfekt anmutenden Präteenagerallüren.  Allerdings muss ich gleichzeitig auch sagen, dass mich Rike Schmids Sprechweise von Nate die meiste Zeit er gestört hat, da er im Gegensatz zur Darstellung im Roman ziemlich launisch daherkommt.

Dieser Roman ist voller Emotionen und beinhaltet mehr Spannung, als es der Klappentext vermuten lässt. Statt sich auf Liebesverwicklungen zu konzentrieren, liegt das Hauptaugenmerk der Autorin vielmehr in den familiären Verstrickungen von Rileys Familie und der Bewohner der Insel und den Ermittlungen zu Wendells Machenschaften. Mary Kay Andrews schafft es erneut einen als Leser zu faszinieren und in ihren Bann zu ziehen.
Im Roman jagt eine Spannungsspitze die Andere, so dass eine fortwährende Spannung erzeugt wird. Die Handlung nimmt immer wieder neue Wendungen. Und auch wenn einiges ziemlich vorhersehbar ist, trübt dies dem Lese- bzw. Hörvergnügen nur wenig, da dies von den interessanten und abwechslungsreichen Charakteren wieder wett gemacht wird.
Lediglich das Ende enttäuscht ein wenig. Nachdem die Autorin die Geschehnisse zunächst in ausführlicher Breite wiedergibt, hatte ich am Ende, dass Gefühl, dass die Autorin schnell zum Ende kommen wollte. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und auch wenn der Mord an Wendell aufgeklärt wird und dies eigentlich für mehr Dramatik hätte sorgen können, verläuft sich dies ein wenig im Sande. Und auch wenn Riley letztendlich ihr eigenes Happy End erlebt, kommt dieses auch überstürzt und macht so nicht so ganz Sinn.

Dies ist eine interessante Geschichte mit einem etwas zu plötzlichem Ende, der Fragen offen lässt. Das überstürzte Ende sorgt leider dafür, dass am Ende ein leicht bitter Beigeschmack bleibt und ein wirklich tolles Buch etwas abgewertet wird.

Note: 2 —


Wer neugierig auf den Roman geworden ist, findet hier eine *Hörprobe*

[Rezension] „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ von Annie Darling

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Andrea Brandl
Originaltitel: The Little Bookshop of Lonely Hearts
Originalverlag: HarperCollins, London 2016
Taschenbuch, Klappenbroschur, 400 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10098-0
€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Penguin
Erschienen: 09.05.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Annie Darling lebt in einer winzigen Londoner Wohnung, in der man vor lauter Bücherstapeln kaum treten kann. Ihre großen Leidenschaften sind Liebesromane und ihre Katze. „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ ist Annie Darlings Debüt in deutscher Sprache und der Beginn einer Reihe um einen wunderbaren kleinen Laden in Bloomsbury.


Klappentext:

Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben …


Meine Meinung: 

Das Buch hat meine Interesse aufgrund des Klappentexts geweckt. Ich liebe Liebesromane und die Idee einen Buchladen nur mit solchen Romanen zu besuchen würde mich total reizen. Daher war ich auch gespannt, wie diese Idee umgesetzt wurde.
Beim Lesen hat das Buch mich dann von Anfang an gepackt, da das Buch zwar etwas emotional beginnt, aber schnell in die komödiantische Richtung gespickt mit einer Prise Sentimentalität abdriftet.

In diesem Roman dreht sich alles um einen kleinen Buchladen, den die junge Posy Morland erbt und aus dem sie eine Liebesromanbuchhandlung machen möchte. In die Quere kommt ihr dabei Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, mit dem Posy schon seit ihrer Kindheit im Clinch liegt. Er torpediert alle ihre Ideen und lässt sie immer wieder dumm dastehen.
Bei Posy und Sebastian merkt man sehr schnell, dass die Redewendung „Was sich liebt, das neckt sich“ zutrifft. Auch wenn die beiden sich in einer Tour streiten und irgendwie nie einer Meinung zu sein scheinen, spürt man, dass die beiden tiefe Gefühle füreinander hegen. Das merkt man vor allem bei Posy daran, dass sie selbst einen Roman schreibt, in dem Sebastian der gut aussehende Held zum Verlieben spielt.
Posy ist eine überaus liebenswerte Figur, der es an Selbstbewusstsein mangelt. Im Grunde weiß sie, was sie möchte, kann dies aber insbesondere bei Sebastian nicht durchsetzen. Sie ist sehr sozial und daran interessiert, was ihr Umfeld berührt. Man könnte quasi sagen: Sie hat das Herz am rechten Fleck!
Sebastian ist auf den ersten Blick ein richtiges A…. Die ganze Zeit benimmt er sich insbesondere Posy gegenüber total überheblich. Er ist reich, sieht gut aus und ist sich dessen auch bewusst. Er strotzt äußerlich nur so vor Selbstbewusstsein. Wenn man aber genauer hinsieht, dann realisiert man nach einer Weile, dass dies durchaus nur Fassade ist.
Die Geschichte lebt vor allem von dem Hin und Her zwischen Posy und Sebastian. Die fortwährenden Anfeindungen der beiden sind überaus erheiternd und belustigend. Man fliegt nur so durch die Handlung, da eine lustige Pointe die nächste jagt, ohne dabei jedoch übertrieben zu wirken.

Den einzigen Kritikpunkt den ich anbringen möchte ist die Tatsache, dass ich Posys Romaneinwürfe zwar sehr interessant finde, diese allerdings einen kleinen Moment zu spät kommen bzw. ihnen stellenweise nicht genug Raum geboten wird. Immerhin hat der Roman aufgrund seiner Dicke durchaus noch ein paar mehr Seiten verdienen können, so dass manche Sprünge nicht zu groß wirken würden.

Dies ist eine nette Liebesgeschichte gespickt mit einer Menge Neckereien! Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der auf lustige Liebesgeschichte mit kontroversen Charakteren steht!

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*

[Rezension] „Das Glück und wir dazwischen“ von Taylor Jenkins Reid

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Babette Schröder
Originaltitel: Maybe In Another Life
Originalverlag: Simon & Schuster (Washington Square Pess)
Paperback, Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-29177-5
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Diana
Erschienen: 26.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Taylor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren, studierte am Emerson College in Boston und lebt heute mit ihrem Mann in Los Angeles. Bevor sie ihr erstes Buch Neun Tage und ein Jahr schrieb, war sie für verschiedene Zeitungen tätig. Zwei auf Umwegen ist ihr zweiter Roman.


Klappentext: 

Was wäre wenn? Hannah trifft in einer Bar ihre Jugendliebe wieder. Was, wenn sie die Nacht mit Ethan verbringen würde? Ist er derjenige, nach dem sie sich schon immer sehnt? Oder sollte Hannahs Leben eigentlich ganz anders aussehen: mit Henry an ihrer Seite, der ihr nach einem schweren Unfall zeigt, was wirklich wichtig ist? Hannah befindet sich plötzlich gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Leben – aber wo wartet ihr Happy End?


Meine Meinung:

Nachdem ich bereits die ersten beiden Bücher der Autorin gelesen habe, war dieses Buch für mich quasi ein Lesemuss. Vor allem nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Ich mag Geschichten, die sich um „Was wäre wenn“ drehen.
Als ich anfing zu lesen hat mich die Hauptfigur Hannah auch direkt in ihren Bann gezogen, da sie überaus willensstark, zugleich aber auch verletzlich und unsicher ist. Taylor Jenkins Reids Erzählstil ist auch hier wieder höchst emotional. Sie schafft es erneut mit eher ruhigeren Tönen, die zwischendurch mit leichter Dramatik vermischt wird, mitzureißen, so dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen mag.

Taylor Jenkins beginnt zunächst mit einem Erzählstrang, bis sie zu dem Moment kommt, an dem sich für die Hauptfigur Hannah alles ändert. Sie trifft ihre Jugendliebe Ethan wieder und bei einem gemeinsamen Abend mit Freunden muss sie sich entscheiden, ob sie sich den alten Gefühlen nachgibt und mit Ethan oder ihren Freunden nach Hause geht. Dieser Abend bildet den Wendepunkt in Hannahs Leben und die Handlung läuft ab da an in zwei nebeneinander herlaufenden Erzählsträngen ab, die erzählen, wie Hannahs Leben bei der jeweiligen Entscheidung weitergeht. Es gibt mit Sicherheit Leser, die sich daran stören, dass die Handlungen kapitelweise nebeneinander herlaufen und dies auch als eher verwirrend empfinden. Ich hatte jedoch keine Probleme damit diese beiden Leben von Hannah auseinander zu halten, da diese schnell vom Moment der Entscheidung an unterschiedlich verlaufen, obwohl einzelne Punkte in beiden Leben eine Rolle spielen. Besonders gut gefallen hat mir letztendlich auch, dass jeder Erzählstrang für sich stehen und den Roman komplett tragen können.
Der Roman ist trotz unterschiedlicher Handlungen in sich geschlossen und die jeweiligen Enden ergeben final durchaus Sinn, so dass in beiden Fällen die Frage „Was wäre wenn“ vollkommen beantwortet wird.

Die Figuren dieses Romans sind meiner Ansicht nach überaus lebensnah gezeichnet. Und auch wenn nicht jede Figur unbedingt besonders sympathisch ist und man manche ihrer Entscheidungen und Handlungen zunächst nicht genau nachvollziehen kann, sorgt gerade dies für eine interessante Handlung. Sie wirken dadurch lebensnah. In der Realität ist auch nicht immer alles Eitel Sonnenschein zwischen den einzelnen Charakteren und auch dort gibt es Menschen, deren Handlungen einem etwas unergründlich erscheinen. Man merkt beim Lesen, dass die Autorin die Charaktere wohldurchdacht hat, da sie wunderbar lebensnah und Figuren mit Ecken und Kanten sind.
Den einzigen minimalen Kritikpunkt, den ich anbringen muss, ist die Tatsache, dass Hannahs Familie sich zunächst eher distanziert verhält und sich dann in einem der beiden Erzählstränge plötzlich zum Ende hin zu sehr öffnet. Dies wirkte auf mich ein wenig gezwungen und ich konnte ihnen diesen Wandel nicht so ganz abnehmen.

Der Erzählstil der Autorin ist warmherzig und lebensnah. Man fliegt förmlich durch die Handlung, dir von den real erscheinenden Figuren getragen wird. Das Buch wird an keiner Stelle langweilig, da immer neue Ereignisse die Handlungen in unterschiedliche Richtungen drängen, so dass sich letztendlich zwei verschiedene Leben für Hannah ergeben.

Dies ist ein Buch, dass zu Herzen geht und aufzeigt, dass das Leben manchmal unterschiedliche Wendungen nehmen kann! Ich kann das Buch jedem nur wärmstens ans Herz legen!

Note: 1-


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*

[Rezension] „Das Mädchen aus Brooklyn“ von Guillaume Musso

Buchinformationen: (Quelle: http://www.piper.de)

€ 16,99 [D], € 17,50 [A]
Erschienen am 02.06.2017
496 Seiten, Klappenbroschur
Übersetzt von: Eliane Hagedorn, Bettina Runge
ISBN: 978-3-86612-421-9


Autoreninfo: (Quelle: http://www.piper.de)

Guillaume Musso wurde 1974 in Antibes geboren und kam bereits im Alter von zehn Jahren mit der Literatur in Berührung, als er einen guten Teil der Ferien in der von seiner Mutter geleiteten Stadtbibliothek verbrachte. Da die USA ihn von klein auf faszinierten, verbrachte er mit 19 Jahren mehrere Monate in New York und New Jersey. Er jobbte als Eisverkäufer und lebte in Wohngemeinschaften mit Menschen aus den verschiedensten Ländern. Mit vielen neuen Romanideen kehrte er nach Frankreich zurück. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, wurde als Lehrer in den Staatsdienst übernommen und unterrichtete mit großer Leidenschaft. Ein schwerer Autounfall brachte ihn letztendlich zum Schreiben. In »Ein Engel im Winter« verarbeitet er eine Nahtoderfahrung – und wird über Nacht zum Bestsellerautor. Seine Romane, eine intensive Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte, haben ihn weltweit zum Publikumsliebling gemacht. Weltweit wurden mehr als 22 Millionen Bücher des Autors verkauft, er wurde in 38 Sprachen übersetzt.


Klappentext: 

Stell dir vor, ich hätte etwas Schreckliches getan. Würdest du mich trotzdem lieben?
Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.


Meine Meinung:

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen. Nachdem mich die letzten beiden Musso-Romane, die ich zuvor gelesen habe, ein wenig enttäuscht haben, war ich auf diesen sehr gespannt. Ich hatte die Hoffnung, dass er zur alten Höchstform zurückfindet und wurde nicht enttäuscht. Kaum, dass ich anfing zu lesen, hat Musso mich mit diesem Roman in seinen Bann gezogen.

Der Roman beginnt ziemlich emotional und dramatisch, als Raphaëls Verlobte Anna ihm offenbart, dass sie für den Tod dreier Menschen in ihrer Vergangenheit verantwortlich ist. Wutentbrannt  stürzt er aus dem Haus, bekommt dann jedoch ein schlechtes Gewissen und kehrt zurück. Bei seiner Rückkehr findet er das Ferienhaus verwüstet und verlassen vor. Anna kehrt nicht zurück und Raphaël kann sie auch nicht in ihrer Wohnung in Paris finden. Gemeinsam mit seinem Freund und Nachbarn Marc, einem Ex-Polizisten, macht er sich auf die Suche nach Anna. Die beiden decken bei einem Roadtrip quer durch Frankreich und die Staaten dunkle Machenschaften auf, wie sie es sich nicht vorstellen konnten. Ein Geheimnis jagt das nächste. Und Anna ist definitiv nicht die, für die Raphaël sie gehalten hat. Aber nicht nur sie hütet dunkle Geheimnisse.

Mit diesem Roman findet Musso zur alten Stärke zurück. Packend und dramatisch lässt er seine Figuren einen Spießrutenlauf absolvieren, bei denen alle Federn lassen müssen. Immer wenn man denkt, dass die Handlung in eine bestimmte Richtung geht, macht sie eine Kehrtwende um 180 Grad und neue Geheimnisse werden aufgedeckt, die die Geschehnisse in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Mit Raphaël und Marc hat Musso zwei unterschiedliche Figuren auf den Plan geworfen, die auf den ersten Blick nicht so recht zueinander passen. Anfangs habe ich mich noch gefragt, wieso die beiden Freunde geworden sind. Aber nach einer Weile stellt man fest, dass obwohl sich ihre Leben von Grund auf unterscheiden, sie innerlich durchaus ähnlich gestrickt sind. Beiden fällt es schwer anderen Menschen zu vertrauen, da sie in ihrer Vergangenheit enttäuscht bzw. ihnen vom Schicksal übel mitgespielt wurde.
Raphaël ist eine überaus interessanter, intelligenter und liebenswerter Charakter, der sich viele Gedanken um sein Umfeld macht, während Marc auf den ersten Blick eher wie der abgehärtete und distanzierte Ex-Polizist wird.

Dieses Buch behält seinen Spannung durchgehend bei. Die Geheimnisse, die im Laufe der Handlung aufgedeckt werden, wirken so real und lebensnah, dass ich stellenweise sogar das Gefühl hatte, dass es die Wiedergabe echter Geschehnisse ist. Dies liegt vor allem daran, dass einige Geschehnisse durchaus Parallelen zur realen Kriminalfällen aufweisen.
Es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen, da man von den Ereignissen und Aufdeckungen mitgerissen wird. Man will unbedingt wissen, wie es weitergeht und welche Geheimnisse sich noch hinter dem Großen und Ganzen versteckt.
Lediglich am Ende des Romans bleibt ein kleiner bitterer Nachgeschmack zurück, da zumindest bei mir noch etwas unbeantwortet blieb. Allerdings ist dieser Eindruck wahrscheinlich eher subjektiv und mindert auch nicht wirklich den Leseeindruck, den man vom Roman erhält.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem wärmstens ans Herz legen, der auf totale Spannung und dunkle Machenschaften und Verstrickungen steht.
Musso läuft hier weder zu Hochform auf! Spannung pur!

Note: 1-


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] „Die Herzensammlerin“ von Brigitte Kanitz

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0292-9
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 19.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. Die Heide und ihre Menschen hat sie dabei von Grund auf kennen- und lieben gelernt. Sie tanzte auf Schützenfesten und erlebte ihre erste große Liebe mit einem waschechten Hedjer. Das eine oder andere Herz hat sie auch gebrochen, aber das ist wirklich schon sehr lange her. Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien.


Klappentext: 

Laura, Besitzerin des Hotels Happy Scheidung hat ein Faible für Romantik. Obwohl ihr Gasthaus zerstrittenen Ehepaaren die Trennung erleichtern soll, reisen die meisten nach nur einem Wochenende in der idyllischen Umgebung frisch verliebt wieder ab. Laura glaubt eben fest an die Liebe, und sie ist auch diejenige, die in der Familie alle zusammenhält. Als sie jedoch aus heiterem Himmel von ihrem Mann verlassen wird, stürzt ihre rosarote Welt in sich zusammen — bis sie merkt, dass sich der attraktive Adrian für sie interessiert …


Meine Meinung: 

Dies war mein erstes Roman von Brigitte Kanitz und ich muss gestehen, dass mir das Buch mal mehr, mal weniger gut gefallen hat. Die Autorin weiß durchaus durch interessante Pointen zu überzeugen, übertreibt dann aber auch mal ein wenig zu sehr.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Laura, die Besitzerin des Hotels Happy Scheidung, die sich nicht nur mit einer überaus anstrengenden Familie, sondern auch einem ziemlich turbulenten Umfeld rumplagen muss. Als ihr Mann sich plötzlich aus dem Staub macht und sie mit allem alleine lässt, droht sie fast zusammenzubrechen. Aber sie mag nicht aufgeben. Und so steht sie plötzlich nicht nur mit einem Verehrer, sondern sogar zwei Verehrern da.

Laura hat mir als Figur durchaus gefallen. Sie glaubt in der Regel an das Gute im Menschen und hat eine Engelsgeduld, die sie vor allem bei ihrer zur Emo verwandelten Teenietochter und einer selbstmordgefährdeten Großmutter auch braucht. Fast schon mit stoischer Gelassenheit begegnet sie den Geschehnissen. Allerdings hätte ich mir bei ihr etwas mehr Ausbrüche gewünscht. Zwar regt sie sich auch immer wieder auf, allerdings verpufft diese Aufregung bei ihr relativ schnell.
So richtig überzeugen konnten mich vor allen die Großmutter Theodora, die ständig versucht aus dem Leben zu treten, dabei jedoch immer wieder scheitert und ihre Meinung, dass ein Gläschen Hochprozentiges alle Probleme der Welt lösen können. Außerdem Lauras Teenietochter Merle, die sich hinter ihrer Emofassade versteckt und innerlich im Grunde einfach nicht so richtig weiß, wie sie der Welt und ihren Gefühlen begegnen soll.
Leider kommen die Männer in der Geschichte alle nicht so gut weg: Lauras Mann entpuppt sich als Memme, dessen Kanzleipartner, der versucht Laura näher zu kommen, als Langeweiler und Adrian, zunächst der Freund von Lauras Schwester Nina, auch eher als Pedant. Dadurch fiel es schwer sich auf die Seite eines Mannes zu stellen, so dass an Ende, als Laura sich entscheiden muss, bei einem die Frage offen bleibt, ob sie sich richtig entschieden hat.

Beim Lesen kann man nicht anders, als sich in das kleine Jadgschlösschen, dass als Hotel dient, und vor allem der Lüneburger Heide zu verlieben. Ich habe mir beim Lesen fortwährend vorgestellt, wie es wäre dort zu wandern und die Schönheit der Natur zu bewundern. Brigitte Kanitz Beschreibungen sind sehr detailgenau, so dass man alles genau vor Augen hat und das Gefühl entwickelt live vor Ort zu sein.
Alles, was die manchmal überspitzt dargestellten Geschehnisse ein wenig an Lesevergnügen minimieren, wertet die tolle Umgebung um ein Vielfaches wieder auf!

Dies ist ein Buch mit durchaus tollen Spitzen, aber leider stellenweise auch etwas anstrengend. Daher für mich eher Durchschnitt, über den sich aber jeder gerne selbst ein Urteil bilden kann!

Note: 3-


Wer sich nun mal sein eigenes Bild machen möchte, findet hier eine *Leseprobe*

[Rezension] „Das Licht zwischen den Wolken“ von Amy Hatvany

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Alexandra Kranefeld
Originaltitel: Somewhere Out There
Originalverlag: Washington Square Press, New York 2016
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0609-4
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 26.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Amy Hatvany wurde 1972 in Seattle geboren und studierte an der Western Washington University Soziologie. Nach einer Reihe sehr unterschiedlicher Jobs, von denen sie einige mochte, andere wiederum gar nicht, beschloss sie schließlich, sich ganz dem Schreiben zuzuwenden. Amy Hatvany lebt mit ihrer Familie in Seattle.


Klappentext: 

Manchmal nimmt die Welt einem alles. Doch die Liebe einer Mutter überwindet jedes Hindernis.

Natalie ist fünfunddreißig, als sie erfährt, dass sie eine Schwester hat. Während sie selbst bei liebenden Adoptiveltern aufwuchs, wurde die damals vierjährige Brooke von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht und konnte nie verstehen, warum man sie von ihrer kleinen Schwester getrennt hatte. Doch es gibt eine Frage, auf die keine der beiden je eine Antwort erhalten hat: Warum hat ihre Mutter sie weggegeben? Gemeinsam machen sie sich auf die Suche, ohne zu ahnen, dass die Wahrheit ihr Leben für immer verändern wird.


Meine Meinung: 

Dieses Buch ist nach „Ein Platz in deinem Herzen“ mein zweites Buch von Amy Hatvany und es hat mich so sehr gefesselt, dass es mir schwer fiel es aus der Hand zu legen. Das Buch ist überaus emotional geschrieben, so dass man beim Lesen ggf. eine Packung Taschentücher zur Hand haben sollte.

In diesem Roman dreht sich alles um Natalie, Brooke und Jennifer, die miteinander verwandt sind. Jennifer musste ihre beiden Kinder im Alter von 6 Monaten bzw. 4 Jahren in staatliche Obhut geben, als sie ins Gefängnis muss. Während die kleine Natalie bei liebevollen Adoptiveltern aufwächst, hat ihre ältere Schwester Brooke es nicht so gut. Sie wird von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht, ohne jemals ein echtes zu Hause zu haben.
Im Alter von 35 erfährt Natalie, dass sie noch eine Schwester hat und macht sich auf die Suche nach ihr.

Das Buch erzählt nach und nach die Ereignisse aus Sicht von Natalie, Brooke und Jennifer. Während bei Natalie kaum Kindheitserinnerungen eingestreut werden, erfährt man als Leser durchaus sehr viel von Brookes Kindheitserlebnissen. Gleichzeitig erfährt man nach und nach, wie es Jennifer nach dem Verlust ihrer Kinder ergeht und was dazu geführt hat, dass sie nie wieder Kontakt mit ihren Kindern hatte.
Die beschriebenen Ereignisse werden schonungslos ehrlich dargestellt, so dass der Inhalt einem wirklich zu Herzen geht. Man leidet vor allem mit Brooke und Natalie mit, die beide eine zerrissene Seele haben, aber dennoch versuchen das Beste aus ihrem Leben zu haben. Anhang von Natalies Leben sieht man gleichzeitig, wie Brookes Leben hätte verlaufen können, wenn sie sich selbst und auch andere ihr die Chance gegeben hätte.

Das Buch und sein Inhalt hängt einem auch beim Weglegen noch nach. Man grübelt über die Ereignisse nach und versucht alles gelesene nochmals zu rekapitulieren. Das Buch lässt einem kaum los, so dass man Mühe hat es aus der Hand zu legen bzw. nicht sofort weiterlesen zu wollen.
Mit einer schonungslosen Ehrlichkeit lässt Amy Hatvany ihre Charaktere deren Gefühle offenbaren, so dass man einen tiefen Einblick in das Seelenleben der Figuren erhält. Gerade die verschiedenen Sichtweisen und Beschreibungen der Vergangenheit machen die Geschichte so lesenswert. Man merkt sehr schnell, dass nicht alles nur schwarz und weiß ist, sondern das Leben voller Nuancen von allem ist.
Dieser Roman lässt einen als Leser selbst entscheiden, ob man Jennifer vergeben würde oder nicht. Das Ende ist zwar in sich geschlossen, gleichzeitig lässt es aber auch Raum zum Weiterdenken.

Für mich ist dieses Buch ein emotionales Lesemuss, dass sich leicht lesen lässt und einem gleichzeitig aber auch extrem zu Herzen geht. Dies ist auf jeden Fall eines meiner bisherigen Buchhighlights des Jahres!

Note: 1


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] „Auch donnerstags geschehen Wunder“ von Manuela Inusa

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0351-3
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 20.03.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de) 

Manuela Inusa wusste schon als Kind, dass sie einmal Autorin werden wollte. Die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin arbeitete sich durch verschiedene Jobs, wollte aber eigentlich immer nur eins: Schreiben. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag sagte sie sich: Jetzt oder nie! Inzwischen hat sie im Selfpublishing mehr als dreißig Romane veröffentlicht, die viele Leserinnen erreichten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in ihrer Heimatstadt Hamburg. In ihrer Freizeit liest und reist sie gern, außerdem liebt sie Musik, Serien, Tee und Schokolade.


Klappentext:

Marianne wohnt mit ihrem Kater Johnny Depp in Hamburg. Nachdem ihr Freund Martin sie betrogen hat, tröstet sie sich mit romantischen Komödien – und mit Keksen, die sie in Hülle und Fülle bäckt. Einen Teil davon verkauft sie im Café Wallenstein, wo sie als Kellnerin arbeitet. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin Tasha auf den Hamburger Dom geht, überredet Tasha sie, eine Wahrsagerin zu besuchen. Diese sieht sofort, dass Marianne mit einem gewissen Martin nicht glücklich werden konnte – schließlich dürfen nicht mehr als zwei Buchstaben der Vornamen zweier Liebender übereinstimmen. Und sie sieht Schottland: Dort wartet die Liebe auf sie.


Meine Meinung:

Das Buch hat vor allem aufgrund seines Covers und Klappentexts mein Interesse geweckt. Daher war ich dankbar, als ich das Buch als Rezensionsexemplar erhielt.
Das Buch startet ziemlich interessant, wird dann meiner Meinung nach jedoch etwas verwirrend, da es in zwei ähnlichen parallel verlaufenen Handlungssträngen zwei verschiedene „Realitäten“ wiedergibt. Wobei der Schreibstil der Autorin gleichzeitig auch ziemlich interessant und abwechslungsreich ist.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die junge Marianne, die in einem Kaffee arbeitet und von ihrer leicht skurrilen Freundin Tasha überredet wird eine Wahrsagerin zu besuchen, um zu erfahren mit welchem Mann Marianne glücklich werden könnte. Diese sagt ihr voraus, dass sie ihren Traummann in Schottland findet und maximal zwei Buchstaben seines Vornamens mit ihren übereinstimmen dürfen.
In den beiden Erzählsträngen, die dann daraufhin folgen, erzählt die Autorin, wie es für Marianne weitergeht, wenn sie entweder nach Schottland geht und dort tatsächlich einen interessanten Mann kennenlernt, oder in Hamburg bleibt und ihr gewohntes Leben weiterlebt.

Marianne ist generell eine überaus interessante Figur, die mit sehr viel Lebensnähe zu überzeugen weiß. Sie wirkt aus dem Leben gegriffen und hatte es nicht immer leicht im Leben. Sie ist sehr sympathisch mit ihren typischen Eigenheiten, die sie wie eine Frau wie du und ich erscheinen lässt. Sie hat die gleichen Laster, die viele Frauen oftmals überkommen, wenn sie sich vom Leben und den Umständen ein wenig überfordert fühlen.
Was mich persönlich ein wenig störte, war vor allem ihr Name. Jedes Mal, wenn ich Marianne vor Augen hatte, konnte ich sie mir nicht so recht als Marianne vorstellen, da sie mir für diesen Namen einfach zu jung war.
Insgesamt wirken die Figuren wohldurchdacht und tragen mit ihren teils schrulligen Art zum Gelingen der Geschichte bei.  Sie wirken dabei jedoch nicht total überzogen, sondern sorgen für ihre Einzigartigkeiten, dass die Handlung lebendig bleibt.  Lediglich Mariannes Mutter fand ich ziemlich nervig. Irgendwie wirkte sie auf mich ein wenig zu stereotyp und oberflächlich.

Der Schreibstil der Autorin ist überwiegend abwechslungsreich und interessant, so dass man der Handlung gut folgen kann. An einzelnen Stellen hätte die Handlung jedoch meiner Meinung nach auch ein wenig gestrafft werden, da bestimmte Ansichten einzelner Figuren immer wiederkehrend gespiegelt werden, so dass man geneigt ist diese Stellen zu überlesen.
Eigentlich kann ich die Idee zwei Handlungsstränge parallel nebeneinander verlaufen ja auch ganz nett, denn wer hat sich nicht schon öfters mal die „Was wäre wenn“-Frage gestellt?! Entscheidungen beeinflussen in der Regel nicht nur unser Leben, sondern auch das von anderen. Jedoch hat es mich in diesem Roman auch ein wenig verwirrt, da mir Mariannes Entscheidungen, die sie final trifft irgendwie zu unterschiedlich erschienen, auch wenn das finale Ende ähnlich ist.

Mich haben die zwei ähnlichen Erzählstränge, die fast parallel verlaufen ein wenig irritiert. Ansonsten aber wirklich abwechslungsreich!
Dies ist für mich auf jeden Fall ein Buch über das sich jeder sein eigenes Urteil bilden sollte.

Note: 3+

Wer sich nun mal seine eigene Meinung bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*


[Rezension] „Küss mich noch ein erstes Mal“ von Holly Martin

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Claudia Geng
Originaltitel: The Guestbook
Originalverlag: Carina Press, New York 2014
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0293-6
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 15.05.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Holly Martin hat schon in diversen Jobs gearbeitet – als Rezeptionistin in einem Hotel, in einer Bank und als Lehrerin, doch ihre wahre Leidenschaft galt immer dem Schreiben von romantischen Komödien. Nun hat Holly Martin es geschafft, ihr Hobby zum Beruf zu machen: In ihrem Haus mit den runden Fenstern in Bedfordshire widmet sie sich nun genau dem, was ihr am meisten Spaß macht.


Klappentext: 

Ein Cottage an der Küste Englands, eine charmant-verrückte Gastgeberin und eine unmögliche Liebesgeschichte.

Annie Butterworth ist zwar erst Ende zwanzig, aber schon stolze Besitzerin des idyllischen Willow Cottage an der englischen Küste. Sie ist immer für ihre Gäste da – mit Tee, einem offenen Ohr oder starkem englischen Cider. Ein Blick in ihr Gästebuch lässt einen in die Welt von Annie und den Besuchern von Willow Cottage eintauchen. Und man kann dort sogar manchen berühmten Namen entdecken – wie den des gefeierten Krimischriftstellers Oliver Black. Der für Annie einfach nur Olly ist, der Mann, der ihr einst ihren ersten Kuss gab und außerdem der Bruder von Annies verstorbenem Mann Nick ist …


Meine Meinung: 

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten, worüber ich sehr dankbar war, da das Buch alleine schon aufgrund des Covers mein Interesse geweckt hat. Und der interessante Klappentext tat dann sein übriges.
Als ich anfing zu lesen, war ich direkt positiv überrascht, da dies kein 08/15-Buch ist, was die Handlung in der ersten oder dritten Person wiedergibt. Stattdessen werden die Geschehnisse in Form von Gästebucheinträge geschildert. Dabei kommen überaus witzige, aber auch traurige bzw. emotionale Momente heraus. Das Buch ist überaus unterhaltsam und abwechslungsreich, was vor allem am etwas anderem Schreibstil liegt. Ich musste beim Lesen bereits mehrfach laut auflachen, so sehr haben mich die Beschreibungen mitgerissen! Gleichzeitig wird man aber auch von den emotionalen Einträgen mitgenommen und kommt ins Grübeln bzw. teils werden die Augen auch ein wenig feucht.
Durch die verschiedenen Gästebucheinträge erhält man eine Vielzahl von verschiedenen Sichtweisen auf die Ereignisse, die hier fortlaufend ablaufen. Das Buch ist in einem sehr leichtem und lockerem Schreibstil geschrieben. Durch die oftmals auch etwas kürzeren Einträge hat man manchmal das Gefühl gleichzeitig schnell durch die Handlung zu „rasen“, aber dennoch alles in angemessener Geschwindigkeit wahrzunehmen.

Mir sind beim Lesen Annie und ihre Gäste überaus ans Herz gewachsen. Und auch wenn jeder, der schon mal mit Kunden gearbeitet hat oder selbst im Gastgewerbe tätig ist, merken wird, dass nicht jeder Gast sich immer ganz angemessen verhält, merkt man, dass gerade ihre Einträge ins Gästebuch das Ganze ein wenig besonders machen. Durch sie wird das Ganze realer und lebensnah.
Man fiebert mit Annie, die es nicht immer leicht hatte im Leben, mit und wünscht ihr nur das Beste. Die Art und Weise, wie sie ihren Gästen gegenüber tritt fand ich echt bemerkenswert.

Den einzigen leichten Kritikpunkt, den ich anmerken muss ist die Tatsache, dass manches durchaus vorhersehbar ist. Allerdings sorgt dies meiner Ansicht nach nicht wirklich für ein gemindertes Lesevergnügen.
 
Ich hätte nie gedacht, dass Gästebucheinträge so spannend, erheiternd und bewegend sein können! Ich kann das Buch wirklich jedem wärmstens ans Herz legen. Mich hat es jedenfalls nahezu restlos überzeugt.

Note: 1-


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe* 



[Rezension] „Frühstück mit Meerblick“ von Debbie Johnson

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Hanne Hammer
Originaltitel: Summer At The Comfort Food Cafe
Originalverlag: HarperCollins
Taschenbuch, Klappenbroschur, 432 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42198-1
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Heyne
Erschienen: 09.05.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de) 

Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis – was genau so verwirrend ist, wie es klingt.


Klappentext: 

Wenn dir ein Café nicht nur Kaffee und Kuchen serviert – sondern eine zweite Chance

Zwei Jahre nach dem Tod ihres geliebten Mannes weiß Laura Walker, dass es nun an der Zeit für einen Neuanfang ist. Deshalb entschließt sie sich, mit ihren beiden Kindern für den Sommer von Manchester nach Dorset zu ziehen, um dort in einem Café auszuhelfen. Das malerisch gelegene Comfort Food Café und die warmherzigen Menschen, denen Laura dort tagtäglich begegnet, geben ihr die Chance, neue Freunde zu finden und zu lernen, wieder sie selbst zu sein. Und dann ist da auch noch Tierarzt Matt, der immer im passenden Moment zur Stelle zu sein scheint …


Meine Meinung:

Das Buch hat mein Interesse aufgrund des dezenten, aber dennoch einladenden Covers geweckt. Dieses Interesse wurde noch gesteigert, als ich den Klappentext las, da ich Geschichten, in denen Frauen nach einem Verlust einen Neuanfang wagen müssen, liebe. Daher war ich auch dankbar, als ich das Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Laura Walker, die ihren Mann vor zwei Jahren verloren hat und nun die beiden Kinder alleine großziehen muss. Jedes Jahr war Laura mit ihrem Mann und den Kindern gemeinsam in den Urlaub gefahren und hat daran nur die besten Erinnerungen. Da sie sich aber eigentlich keinen Urlaub mehr leisten kann, entschließt sie sich einen Sommerjob in einem Cafe an der Küste von Dorset anzunehmen. Ihre Kinder, insbesondere nicht Lauras Teenagertochter, sind von dieser Idee allerdings zunächst nur wenig angetan, da sie ihre Freunde und ihr gewohntes Umfeld zurücklassen müssen, um den Sommer in einem kleinen Küstenstädtchen zu verbringen. Wie sich dann aber zeigt, ist gerade dieser Urlaub für die drei ein Neuanfang, bei dem sie nicht nur lernen mit der Vergangenheit abschließen zu müssen, sondern auch, dass das Leben noch weitaus mehr für sie bereit hält, als sie sich das vorstellen können.

Dieses Buch lebt vor allem durch seine wundervollen lebensnahen Figuren, die es allesamt nicht leicht haben. Fast jede Figur trägt mehr oder weniger ein Päckchen mit sich rum. Teilweise sind die Figuren dadurch sehr exzentrisch und skurril, was sie äußerst sympathisch und einzigartig macht.
Laura war mir direkt sympathisch, da sie, abgesehen vom Verlust ihres Mannes, wie eine typische Mutter mit der Tatsache klarkommen muss, dass ihre Kinder älter und unabhängiger werden. Dies fällt ihr nicht immer ganz leicht und das wird in diesem Roman auch immer wieder klar. Gerade diese Lebensnähe und Lauras stetigem Hadern mit sich selbst und ihren Entscheiden hält die Spannung aufrecht.
Die Handlung geht einem sehr ans Herz. Man fiebert fortwährend mit Laura mit und bewundert ihre innere Stärke, die sie immer wieder zeigt. Ihr Weg in eine neue Selbstständigkeit kommt überzeugend rüber.

Der Schreibstil der Autorin ist mal locker leicht, mal extrem emotional, wodurch immer neue Spannungsspitzen erzeugt werden, es einem aber schwer fällt den Roman aus der Hand zu legen. Lediglich an einzelnen Stellen wiederholt die Autorin sich ein wenig. Dadurch wirkt die Handlungen stellenweise minimal in die Länge gezogen. Jedoch sorgt dies nicht wirklich für ein getrübtes Lesevergnügen.

Dies ist ein wirklich interessantes und abwechslungsreiches Buch mit sehr sympathischen Figuren! Ich habe das Buch sehr genossen und kann eine Leseempfehlung aussprechen!

Note: 2+

Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] „Sommerhaus mit Meerblick“ von Karen Swan

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Gertrud Wittich
Originaltitel: Summer at Tiffany’s
Originalverlag: Pan Books
Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48659-5
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Goldmann
Erschienen: 17.04.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.


Klappentext: 

Cassie liebt Henry, Henry liebt Cassie – so viel ist sicher. Den funkelnden Verlobungsring von Tiffany hat er ihr schon angesteckt. Doch etwas lässt Cassie zögern. Als Henrys junge Cousine Gem verkündet, sie wolle im Eiltempo ihren Freund heiraten, ist seine Familie wenig begeistert, und Cassie lässt sich überreden, die Hochzeit zu verhindern. Insgeheim erhofft sie sich von der Reise nach Cornwall aber auch, Zeit zu finden, um über ihre Beziehung nachzudenken. Doch dann taucht zwischen malerischen Cottages und leuchtenden Blütenmeeren ein alter Bekannter auf, und Cassie erkennt, dass sie sich erst ihrer Vergangenheit stellen muss …


Meine Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung des Buches „Ein Geschenk von Tiffany“, welches bereits 2012 erschienen ist. Da ich den Vorgänger sehr gut fand, war ich auf diese Fortsetzung natürlich ziemlich gespannt.
Jedoch muss ich gestehen, dass dieses Buch leider nur eine mittelmäßige Fortsetzung eines wirklich interessanten Buches ist. Das Buch ist generell nicht schlecht, jedoch verliert es sich zwischendurch immer wieder in Nebensächlichkeiten. Dies fängt schon zu Beginn an, da es ziemlich langatmig startet, indem zunächst wenig Handlung stattfindet, sondern stattdessen viele Erklärungen abgegeben werden. Zwischendurch steigert sich das Buch auch immer wieder, so dass die Handlung emotionaler und interessanter wird. Jedoch flaut die Stimmung oftmals wieder ab, da die Handlung immer wieder mal auf der Stelle tritt. Richtige Spannungsspitzen kommen erst relativ spät, so dass zwar zwischendurch ein wenig Spannung erzeugt wird, die Figuren ihre Emotionen aber oftmals nicht so ganz ausleben können.

Generell sind die Figuren ziemlich gut gezeichnet und es fällt einem leicht sich in sie hineinzuversetzen. Auch wenn man sich sehr schnell auf die Seite von einzelnen Figuren stellt, kann man die Handlungsweisen der anderen Figuren meistens durchaus nachvollziehen. Lediglich Gem ist mir bis zum Schluss hin etwas undurchsichtig geblieben. Sie ist total selbstverliebt und wie ich ziemlich egozentrisch. Dies trägt zwar durchaus zu großen Teilen zum Gelingen der Gesamthandlung bei, jedoch wirkte mir der Handlungsstrang, der sich um sie dreht, am Ende nicht ganz abgeschlossen.

Dies ist ein Buch, was zwar durchaus großes Potential hat. Vom Erzählstil her ist dieses Buch durchaus lesenswert, da es dieser die meiste Zeit ziemlich unterhaltsam und leicht zu lesen ist. Auch von der Thematik des Buches her, dem Loslösen von der Vergangenheit,  hätte dies ein wundervolles Buch sein können, wenn es sich nicht zu sehr in Nebensächlichkeit verrennen würde.

Ein wirklich emotionales Ende kann leider nicht über die etwas maue Handlung und mangelnde Dramatik hinwegtrösten, weshalb ich dieses Buch auch nur bedingt weiterempfehlen kann. Diesem Buch hätte eine Straffung um mindestens 50 Seiten und deutlich mehr Dramatik gut getan. Daher leider nur Mittelmaß!

Note: 3-





[Rezension] „Manche Tage muss man einfach zuckern“ von Tamara Mataya

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Evelin Sudakowa-Blasberg
Originaltitel: Missed Connections
Originalverlag: Sourcebooks
Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42169-1
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Heyne
Erschienen: 10.04.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Tamara Mataya ist eine Bibliothekarin, die es liebt, für jeden das richtige Buch zu finden. Sie unterrichtet Englisch als Zweitsprache und ist zudem Musikerin.


Klappentext:

Dauersingle Sarah hat die fixe Idee, dass die große Liebe auf der Internetseite »Missed Connections« auf sie wartet. Die Plattform richtet sich an all diejenigen, die ihren Traumpartner schon auf den Straßen von New York gesehen haben, aber nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen. Doch Sarahs Mr. Right hat sie wohl noch nicht entdeckt, und so fängt sie eine Affäre mit Jack an, dem attraktiven Bruder ihres Mitbewohners. Er schafft es, ein wenig unverbindlichen Spaß in ihr Leben zu bringen. Doch dann taucht ein anonymer Verehrer auf »Missed Connections« auf …


Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten, worüber ich zunächst auch sehr glücklich war, da mich der Klappentest (und auch das Cover) neugierig gemacht haben. Als ich dann anfing zu lesen, kam allerdings ein wenig die Ernüchterung.
„Manche Tage muss man einfach zuckern“ wirkt auf den ersten Blick wie ein „zuckersüßer“ Chicklit. Beim Lesen stellt man dann allerdings fest, dass dies nur zum Teil zutrifft. Dieser Roman hat großes Potential eine abwechslungsreiche und lustige Geschichte zu erzählen. Nur wurde dieses leider von der Autorin nicht wirklich ausgeschöpft. Viel mehr verrennt sie sich meiner Ansicht nach zu mehr in negativer Grundstimmung. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin an allen (außer der weiblichen Hauptfigur) etwas auszusetzen hatte.  Alles und jeder wird durch den Kakao gezogen. Ich vermisste einen unvoreingenommenen Blick auf die Geschehnisse.

Bei diesem Roman stimmt der Klappentext nur zeitweilig mit dem Inhalt überein. Zwar steht die junge Sarah im Mittelpunkt des Geschehens, allerdings spielt ihre neue Affäre mit Jack und der anonyme Vereherer, dem sie über die Internetseite „Missed Connections“ trifft eine eher nebensächliche Rolle.  Alles dreht sich eher vom Sarahs neuen Job in einem spirituellen Massagesalon und Sarahs Erlebnissen dort. Diese Erlebnisse haben dann weitere Auswirkungen auf Sarahs „Liebesleben“. So denkt sie beispielsweise, dass es sich bei ihrem anonymen Verehrer um einen Masseur aus dem Salon handelt.
Sarahs ganzes Denken dreht sich nur um den Massagesalon und seinen spirituellen Betreibern. Sarah eckt mit ihrer kritischen Einstellung sehr schnell an und macht sich im Studio nicht besonders beliebt, so dass ich mich gefragt habe, warum sie sich nicht einen anderen Job sucht. Und auch wenn die Autorin die Gegebenheiten im Massagestudio wahrscheinlich absichtlich überspitzt dargestellt hat, hätte ich mir einen differenzierteren Umgang seitens Sarah mit dem Thema Spiritualität gewünscht. Denn obwohl ich selbst nicht spirituell bin, bin ich zumindest der Meinung, man sollte andere Weltanschauungen respektieren bzw. ihnen zumindest neutral begegnen. Nur geschieht dies hier leider nicht. Fortwährend wird alles, was nur irgendwie mit Esoterik zu tun hat ins Lächerliche gezogen und verurteilt. Ein paar kritische Äußerungen wären ja noch echt interessant gewesen. Aber hier ist es einfach zu viel. So hatten die Figuren einfach keine Chance sympathisch rüberzukommen. Dies sorgte zumindest bei mir dafür, dass ich irgendwann nur noch beim Lesen genervt war. Hätte ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar erhalten, hätte ich das Buch wahrscheinlich irgendwann beiseite gelegt.

Die Autorin hätte viel mehr aus der Geschichte rund um den anonymen Verehrer machen können, wenn sie dies nicht so eng mit dem Thema „Esoterik“ verknüpft hätte. Beim Lesen habe ich auch sehr schnell geahnt, wer sich letztendlich als geheimer Verehrung entpuppt, so dass die echte Überraschung eher ausblieb.

Dieses Buch ist leider eher salzig, als zuckrig, da die Hauptfigur nicht überzeugt und die Autorin hier nicht wertfrei schreibt. Wenn dieser Roman nicht so negativ rüberkommen würde, hätte er durchaus Potential wirklich interessant zu sein. So bleibt leider am Ende ein bitterer Nachgeschmack.
Sorry, aber ich kann den Roman nicht guten Gewissens weiterempfehlen!

Note: 4-


Wer nun sich ein eigenes Bild machen möchte, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] „Der Tag, an dem der Sommer begann“ von Julie Cohen

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Ute Brammertz
Originaltitel: Falling
Originalverlag: Transworld
Taschenbuch, Broschur, 432 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-35912-3
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Diana
Erschienen: 13.03.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Berkshire, England. Das Schreiben ist ihre große Leidenschaft und wenn sie nicht an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops.


Klappentext:

Großmutter, Mutter und Tochter unter einem Dach – ob das gut gehen kann? Nur widerwillig gibt die achtzigjährige Honor ihre Unabhängigkeit auf und zieht zu Schwiegertochter Jo und Enkelin Lydia. Bald stellt sich heraus, dass die drei so unterschiedlichen Frauen mehr verbindet als geahnt: Jede von ihnen hütet ein Geheimnis um Liebe und Schuld. Doch was passiert, wenn sie den Mut finden, einander zu vertrauen?


Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten und war darüber auch sehr froh, da es nun bereits mein viertes Buch der Autorin ist.
„Der Tag, an dem der Sommer begann“ ist ein überaus gefühlvoller und zu großen Teilen auch emotionaler Roman, der von Familienbanden und Freundschaften handelt. Auch wenn das Buch ein wenig anstrengend beginnt, ist dies ein Roman, der vor allem durch seine überaus interessanten und vielschichtigen Charaktere überzeugen kann. Zwar ist einiges schon ziemlich schnell vorhersehbar, aber dies wird durch die Lebensnähe der Figuren und der glaubhaften Handlung wieder wett gemacht.

Dieses Buch handelt von drei miteinander verwandten Frauen: Der achtzigjährigen Honor, die immer ein sehr eigenständiges Leben geführt hat und nun nach einem Unfall auf ihre Schwiegertochter Jo angewiesen ist, die wiederum mit ihrem Leben als alleinerziehende Mutter von kleinen Zwillingen und ihrer Teenagertochter Lydia hadert. Insbesondere Lydia setzt ihr sehr zu, da sie sich ziemlich rebellisch benimmt. Diese drei Figuren sind, wie auch alle Nebenfiguren, überaus lebensnah gezeichnet. Es sind Menschen mit Ecken und Kanten, denen das Leben nicht immer ganz so leicht mitgespielt hat. Jede der drei Frauen hütet ein (dunkles) Geheimnis, welche nach und nach gelüftet werden.
Man nimmt den einzelnen Figuren ihr Handeln vollends ab, vor allem, da sie immer wieder zaudern und so wunderbar eigensinnig sind.
Zwar ahnt man sehr schnell welche Geheimnisse die Frauen hüten. Aber dennoch ist es ein Genuss mitzuerleben, wie die Geheimnisse gelüftet werden.

Dies ist ein Roman, der vor Emotionen und Dramatik nur so trotzt und einem sehr ans Herz geht. Er handelt von Verlusten, aber auch Neuanfängen. Die einzelnen Figuren hatten und haben in diesem Roman mehr als ein Schicksalsschlag überwinden müssen, und gehen daraus gestärkt hervor.
Ich bin beim Lesen sehr tief in die Geschichte hineingetaucht und konnte mich sehr leicht in die einzelnen Figuren hineinversetzen, auch wenn nicht jede ihrer Handlungen immer in meinem Sinne war. Selbst wenn man mit einzelnen Vorkommnissen mal nicht so ganz einverstanden ist, ergeben diese zum Gelingen der Haupthandlung durchaus Sinn.

Diese Buch ist voller Abwechslung. Da er jedoch ein wenig verwirrend startet, kann ich ihm nicht die volle „Punktzahl“ geben.
Ich hatte beim Lesen wirklich Spaß an der Geschichte und kann das Buch daher wirklich weiterempfehlen.

Note: 2


Wer nun neugierig auf das Buch geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*

[Rezension] „Du erinnerst mich an morgen“ von Katie Marsh

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Angelika Naujokat
Originaltitel: A Life Without You
Originalverlag: Hodder & Stoughton
Paperback, Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-29190-4
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Diana
NEU
Erschienen: 10.04.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Bevor ihr sensationelles Debüt „Die Liebe ist ein schlechter Verlierer“ erschien, war Katie Marsh im Gesundheitswesen tätig. Der zweite Roman „Du erinnerst mich an morgen“ erzählt von der Alzheimer-Krankheit. Ihre Bücher sind inspiriert von der Tapferkeit der Menschen, die ihr bei ihrer Arbeit begegnet sind. Katie lebt mit ihrer Familie in London.


Klappentext:

Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?


Meine Meinung:

Ich bin aufgrund des Klappentexts auf das Buch aufmerksam geworden und war daher sehr dankbar, als ich das Buch als Rezensionsexemplar erhielt.
In diesem Buch dreht sich alles um Familie, alte Geheimnisse und der Krankheit Alzheimer. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Zoe, die am Tag ihrer Hochzeit ein Hilferuf der besten Freundin ihrer Mutter erhält. Ohne groß darüber nachzudenken, verlässt Zoe ihre eigene Hochzeit und eilt zu ihrer Mutter Gina, obwohl sie mit ihr bereits seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Als sie bei ihrer Mutter ankommt, stellt sie fest, dass sich ihre Mutter vollkommen verändert hat, da sie an Alzheimer erkrankt ist.

Katie Marsh hat einen sehr eindringlichen und emotionalen Schreibstil, der es einem leicht macht das Geschehen zu verfolgen. Man taucht tief in die Gedanken der einzelnen Charaktere ein, wodurch sie real erscheinen. Mit einer stellenweise echt beklemmenden Ehrlichkeit stellt sie die Krankheit Alzheimer und dessen Auswirkungen  dar.
Wobei ich gleichzeitig aber auch anmerken muss, dass nicht jede Reaktion so richtig nachvollziehbar ist. Ich konnte beispielsweise bis zum Ende nicht ganz verstehen, warum Zoe plötzlich alles stehen und liegen lässt, um sich plötzlich so aufopferungsvoll um ihre Mutter kümmern zu wollen, wo sie doch seit einem Eklat seit Jahren nicht mehr mit ihr gesprochen und sie auch nicht zu ihrer eigenen Hochzeit eingeladen hat, während ihre Schwester sich komplett hinten anstellt und Zoe dies scheinbar teilnahmslos akzeptiert. Zwar werden nach und nach Geheimnisse gelüftet, die manches in einem anderen Licht erscheinen lassen. Allerdings bleiben dennoch Fragen unbeantwortet.
Die einzelnen Figuren sind generell sehr gut durchdacht und zeigen vor allem durch ihre sehr interessanten Eigenheiten unterschiedliche Sichtweisen auf die Ereignisse. Jede Figur für sich wurde durch die Vergangenheit geprägt und geht daher auf unterschiedliche Art und Weise mit den Ereignissen um. Insbesondere Zoes Vater gleichbleibende militärische Härte fand ich sehr gut dargestellt, so dass man vor allem bei ihm das Gefühl hat, dass er ein Fels in der Brandung sein kann, aber gleichzeitig auch sehr schnell merkt, dass sich hinter der harten Schale auch ein durchaus weicher Kern verbirgt.

Diese Buch lebt vor allen von seinen alten Geheimnissen, die es gilt aufzuarbeiten, damit zum Einen Mutter und Tochter wieder zueinander finden können, aber auch Zoe und Jamie sich wieder versöhnen können. Indem das Buch abwechselnd die Geschehnisse in der Gegenwart erzählt und nach und nach Ginas Briefe, die sie seit dem ersten Geburtstag ihrer Tochter geschrieben hat, wiedergibt, findet sich letztendlich alles zu einem wundervollen Ganzen zusammen.

Auch wenn das Buch einige Schwächen aufweist, überzeugt es vor allem durch seine Emotionalität und dem gefühlvollen Umgang mit Alzheimer. Daher kann ich das Buch wirklich jedem wärmstens empfehlen.

Note: 2-


Wer nun neugierig auf das Buch geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*