[Gemeinsam lesen] 19.09.2017


Hallo zusammen,

seit kurzem bin ich nun wieder bei der tollen Aktion von Schlunzenbücher mit dabei, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Woche neu gestellt.
Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)


Hier meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Aktuell lese ich "Bis das Glück uns findet" von Lucy Dillon und bin derzeitig auf Seite 331 (von 582).


Klappentext:
Nancy ist vier Jahre alt, fast fünf. Sie plappert wie ein Wasserfall: beim Frühstück, im Kindergarten, mit ihren Stofftieren. Doch an einem kalten Wintermorgen wird alles anders. Nancys Eltern trennen sich – und sie verstummt. Nancys Tante Eva ist vierundvierzig, fast fünfundvierzig. Vor Jahren verliebte sie sich Hals über Kopf in den deutlich älteren Michael. Es ist das große Glück – bis er unerwartet stirbt und Eva allein zurückbleibt. Doch dann tritt ihre Nichte Nancy unerwartet in Evas Leben. Und bald entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen dem stillen Mädchen und der Frau, die erkennt, dass das Glück einen manchmal von ganz allein findet ...


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Wissen Sie, was das Beste war?"


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten, worüber ich sehr froh war, da der Klappentext mich sehr angesprochen hat (vom Cover nicht zu reden 😌)
Das Buch ist generell auch interessant, allerdings fehlen mir persönlich bei Eva noch ein wenig die echten Emotionen. Irgendwie wirkt sie ein wenig verbittert und ich frage mich die ganze Zeit warum?
Anfangs habe ich mich ein wenig gefragt, warum Nancy plötzlich stumm wurde, da sie am Anfang des Romans noch ziemlich plappert und dann plötzlich verstummt. Allerdings habe ich so eine Ahnung und bin schon gespannt, ob sich diese hinterher als wahr rausstellt.
Nancys Vater Patrick ist ... sorry, dass ich das so sagen muss ... ein dummes A.... Ständig bevormundet er alle und merkt dieses nicht einmal. Bei Joey, dem Sohn, wirkt dies ja noch ein wenig charmant bzw. altklug. Aber der ist immerhin ein Kind, wobei ich auch ihm manchmal gerne den Mund zuhalten möchte, so sehr drängt er sich in den Vordergrund.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht.

4. Was ist dein Lieblingsgenre und warum magst du genau dieses Genre so gerne?

Mein Lieblingsgenre sind Frauenromane bzw. Liebesromane im Speziellen. Ich kann nicht mal genau sagen, warum sie mir so sehr zusagen. Vielleicht ist, weil sie oftmals ziemlich emotional und (JA!) auch ein wenig übertrieben ist. Mir ist beim Lesen durchaus klar, dass die Situationen (bzw. die Männerideale) in diesen Romanen oftmals ziemlich unrealistisch sind. Aber gerade das macht es ja so interessant. Wenn die Welt um einen herum schon nicht so bunt ist, dann sie es doch ruhig in unserer Fantasie sein, oder?! 😋
Hätte mich übrigens vor 10-15 Jahren zu meinem Lieblingsgenre gefragt, ich hätte in keinem Fall Liebesromane gesagt. Damals waren sie mir oftmals zu kitschig und überzogen. Aber manches wandelt sich halt! 😏

Wie sieht's bei euch aus?

Herbstliche Grüße
Babs



[Montagsfrage] 18. September 2017


Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in die Woche?! 😊

Seit letzter Woche nehme ich nun auch endlich mal wieder an der interessanten Bloggeraktion "Montagsfrage" von Buchfresserchen teil. 
Jede Woche wird eine neue Montagsfrage veröffentlicht, die man innerhalb von 7 Tagen beantworten kann.

Die Frage für diese Woche lautet:

Liest du nur Romane, oder auch Comics, Manga etc.? Wenn ja, was reizt dich an gezeichneten Geschichten?

Als Kind konnte ich mich durchaus auch für Comics (Asterix, Tim & Struppi, Micky Mouse, etc) begeistern. Aber die Begeisterung hat in Jugendjahren deutlich nachgelassen. Als Erwachsene konnte ich mich bislang noch nie so recht dafür begeistern. Und Mangas haben irgendwie nie so wirklich mein Interesse geweckt, obwohl ich durchaus finde, dass dies eine tolle Buchkunst ist. 
Ich denke, ich lasse lieber meiner eigenen Fantasie freien Lauf, als mir diese von Bildern vorleben zu lassen. 
Also: Ich lese nur Romane! 😊

Wie sieht das bei euch aus? 

Herbstliche Grüße
Babs


[Rezension] "Die Auserwählten: Kill Order" von James Dashner

Buchinformationen: (Quelle: https://www.carlsen.de)

D: 19,99 €
A: 20,60 €
Größe: 15,00 x 21,00 cm
Seiten: 448
Alter: ab 13 Jahren
ISBN 978-3-551-52076-0


Autoreninfo: (Quelle: https://www.carlsen.de)

James Dashner wuchs in einer Kleinstadt in Georgia, USA, auf. Der dichte Wald in dieser Gegend lieferte ihm bereits als Kind viele Ideen für seine späteren Geschichten. Nach seinem Studium arbeitete James zunächst in der Wirtschaft. Doch schon bald fühlte er sich als »kreativer Mensch im Körper eines Buchhalters« gefangen und wandte sich dem Schreiben zu. Seitdem ist er Autor zahlreicher Bücher. Seine Serie »Maze Runner - Die Auserwählten« eroberte weltweit die Bestsellerlisten und hat sich inzwischen mehr als 25 Millionen Mal verkauft. Die ersten beiden Bände wurden von 20th Century Fox verfilmt, unter anderem mit Dylan O’Brien und Thomas Brodie-Sangster in den Hauptrollen. James Dashner lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern inmitten der Rocky Mountains, behauptet er zumindest. Weitere Informationen unter: www.jamesdashner.com


Klappentext:

Die Vorgeschichte zur Maze Runner-Trilogie – düster, packend, nervenaufreibend!
***
13 Jahre bevor Thomas ins Labyrinth kam:
Unerträgliche Hitze, radioaktive Strahlen und riesige Flutwellen – das Land liegt brach. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben. Mark und seine Freunde irren durch verlassene Städte auf der Suche nach einem Ort, an dem sie bleiben können. Als sich ein Hubschrauber nähert, glauben sie an Rettung. Doch sie werden beschossen, mit infizierten Pfeilen, die einen Virus verbreiten. Wer tut den Menschen so etwas an? Mark und seiner Truppe bleibt nicht viel Zeit das herauszufinden, denn der Virus mutiert und wird zur tödlichen Gefahr …
***
Vorsicht: Spoiler-Alarm für die Trilogie.


Meine Meinung:

Da ich die Maze Runner-Trilogie sehr spannend fand, habe ich mir nun "Kill Order" vorgenommen, was eine Art Prequell darstellen soll. Jedoch stellte ich beim Lesen relativ schnell fest, dass es mit der Maze Runner-Trilogie nur relativ wenig zu tun hat. Lediglich der Beginn und das Ende beziehen sich auf die Trilogie, während der Inhalt dieses Romans eigentlich eher die Ereignisse aus der Sicht einiger wenigen zu Beginn der Sonneneruptionen und einem guten Jahr danach erzählt. 

Dies ist generell kein schlechter Roman. Jedoch fehlte mir der echte Bezug zur Trilogie. Man erfährt zwar wie das Virus sich unter die Menschen verbreitet hat. Jedoch hatte ich auch das Gefühl, dass die Handlung durchaus noch Lücken aufweist, wodurch diese manchmal größere Sprünge im Geschehen macht. Der einzige Bezug, der ein wenig zur Trilogie erstellt wird, geschieht in Form der sechsjährigen Deedee, die ebenfalls immun gegen das Virus ist. 
Dieses Buch fokussiert sich leider zu sehr aufs "Wegrennen" der Charaktere vor Infizierten, als echte Erklärung zur Entstehung von A.N.G.S.T. zu liefern. Zwar kann man sich vieles zusammenreimen. Aber der richtige Zusammenhang fehlt irgendwie. 
Des Weiteren blieben bei mir einige Fragen bis zum Schluss unbeantwortet: Wie kann es sein, dass sehr viele Menschen aufgrund der Sonneneruptionen und den damit verbundenen Auswirkungen wie Tsunamis und radioaktive Strahlung starben, aber dennoch eine Überbevölkerung herrschte? Wie kamen Mark und seine Freunde außerdem vom überfluteten New York in eine ländliche Gegend? Hier liefert der Roman leider keinerlei Erklärungen, sondern überspringt diese Gegebenheiten eher. 

Stilistisch kann es dieser durchaus mit der Trilogie aufnehmen. Er ist durchaus auch spannend und abwechslungsreich geschrieben, so dass man leicht durch die Handlung findet. Man wird auch von den Ereignissen mitgerissen, so dass das Buch einem durchaus eine nette Kurzweil bietet. 
Die Figuren waren mir persönlich teilweise ein wenig blas, Lediglich Mark konnte so richtig hervorstechen, da er sowohl tough, als auch einfühlsam rüberkommt. Die anderen Figuren werden leider nur ansatzweise charakterisiert, so dass man nicht immer sicher ist, was man von ihnen halten soll. 

Fazit:
"Kill Order" ist ein Roman, den man nicht unbedingt als echte Vorgeschichte zur Maze Runner-Trilogie sehen sollte. Hätte man hier die ersten Seiten rausgelassen, dann würde man mit einer passenderen Erwartungshaltung rangehen. So wird diese leider ein wenig enttäuscht, wodurch man das Buch eher als Durchschnitt wahrnimmt. 
Dieses Buch kann man gelesen haben, muss man aber nicht um die Maze Runner-Trilogie verstehen zu können. 

Note: 3


Wer sich nun mal sein eigenes Urteil bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*


[Rezension] "Spectrum" von Ethan Cross

Buchinformationen: (Quelle: https://www.luebbe.de

11,00 € inkl. MwSt.
BASTEI LÜBBE
TASCHENBUCH
THRILLER
510 SEITEN
ALTERSEMPFEHLUNG: AB 16 JAHREN
ISBN: 978-3-404-17555-0
ERSTERSCHEINUNG: 21.07.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.luebbe.de

Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Thriller-Autors, der mit seiner Frau, drei Kindern und zwei Shih Tzus in Illinois lebt. Nach einer Zeit als Musiker nahm Ethan Cross sich vor, die Welt fiktiver Serienkiller um ein besonderes Exemplar zu bereichern. Francis Ackerman junior bringt seitdem zahlreiche Leser um ihren Schlaf und geistert durch ihre Alpträume. Mittlerweile ist Ethan Cross nicht nur internationaler Bestsellerautor, sein blutrünstiger Serienkiller Ackerman junior hat auch Gesellschaft bekommen: 2017 veröffentlichte Ethan Cross Spectrum, den ersten Thriller um den autistischen FBI-Berater August Burke. Auch dieses Buch wurde zum Bestseller und begeistert Leser weltweit. Neben der Schriftstellerei verbringt Ethan Cross viel Zeit damit, sich sozial zu engagieren, wobei ihm vor allem das Thema Autismus sehr am Herzen liegt.


Klappentext: 

Eine neue rasante Thriller-Serie von Bestsellerautor Ethan Cross, dem Autor der Shepherd-Thriller
August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank – das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur – und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.


Meine Meinung: 

Nach der Shepherd-Reihe rund um den blutrünstigen Serienkiller Francis Ackermann ist "Spectrum" ein neuer Thriller, bei dem der autistische FBI-Berater August Burke dem FBI dabei hilft Fälle zu lesen. August Burke ist irgendwie anders und sehr ungewöhnlich. Als hochfunktionaler Autist, gelingt es ihm Zusammenhänge zu erkennen, die andere nicht sehen. Es scheint fast so, als sei eine Art "Jack of all trades", denn er kann sich in jede Situation hineinversetzen und diese zu hinterfragen.

"Spectrum" beginnt leider ein wenig schwach, da Ethan Cross sich zunächst bemüht seine Charaktere vorzustellen. Jedoch allem voran alle anderen Charaktere als August Burke. Zwar erkennt man sehr schnell, dass er ein Genie ist und eine sehr spezielle Art hat. Seine genaue Denkweise kommt jedoch erst später so richtig zu tragen. Vielmehr präsentiert Ethan Cross zunächst die weiteren Hauptfiguren: FBI-Agent Carter, der bei mir jedoch im gesamten Roman noch ein paar Fragen offen gelassen hat, der Polizist und Mafiasohn Nic Juliano, der mir sehr sympathisch war, da er trotz seines Familienhintergrunds menschlich und hart zugleich ist, dem Auftragskiller Krüger, der stellenweise mehr als angsteinflössend blutrünstig ist und der aber dennoch mit seiner menschlichen Seite kämpft und der afrikanischen Constable Isabel Price, die sich auf einem Rachefeldzug befindet, mir jedoch auch ein wenig undurchsichtig blieb.
Wenn man jedoch die ersten 80-100 Seiten überwunden hat, nimmt der Roman sehr an Fahrt zu. Nach dem etwas schwachen Start konzentriert Ethan Cross sich auf seine Kernkompetenz: einen echt spannenden und rasanten Psychothriller, der vor Verschwörungen und starken Charakteren nur so strotzt.
Generell sind die Figuren in diesem Roman sehr gut ausgearbeitet. Inbesondere Nic Juliano, Agent Carter und August Burke arbeiten wunderbar zusammen, obwohl sie grundverschieden sind. Man merkt, dass sie im Kern ähnliche Wertvorstellungen teilen, auch wenn sie diese nicht immer nach außen tragen.
Burkes Charakter wird erst im weiteren Verlauf des Romans Stück für Stück offenbart, so dass man sich sehr gut in ihn hineinversetzen kann. Und auch wenn er Probleme hat mit Menschen umzugehen, da ihn diese mit ihrem für ihn irrationalem Verhalten verunsichern, stellt man schnell fest, dass sie ihn auch faszinieren. Mit seinem Intellekt und seiner Auffassungsgabe gelingt es ihm hinter die Machenschaften zu blicken und ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschehnisse, obgleich er oftmals auch wieder in den Hintergrund tritt. Während Agent Carter und Nic Juliano oftmals sehr hart und stark daherkommen, ist August Burke eher der verletzliche Teil des Trios, der jedoch immer wieder für eine Überraschung gut ist.

Ich möchte äußerst ungern zu viel zum Inhalt verraten. Nur so viel: Das Ende lässt darauf schließen, dass dies erst der Beginn einer, wie ich hoffe, neuen spannenden Reihe ist!

Fazit:
Wenn man sich ein wenig durch den ersten Teil des Romans durchgekämpft hat, erlebt man einen abwechslungsreichen Psychothriller, der vor allem durch seine überraschenden Wendungen und außerordentlich gestalteten Figuren lebt.
Meine Leseempfehlung lautet daher: Ja, auf jeden Fall lesen!

Note: 2-


Wer sich nun mal sein eigenen Bild machen möchte, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] "Endlich dein" von Paige Toon

Buchinformationen: (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Paperback
Originalsprache: Englisch
Übersetzer: Alice Jakubeit
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN: 978-3-8105-2266-5
432 Seiten, Klappenbroschur
FISCHER Krüger


Autoreninfo: (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Als Tochter eines australischen Rennfahrers wuchs Paige Toon in Australien, England und Amerika auf. Nach ihrem Studium arbeitete sie zuerst bei verschiedenen Zeitschriften und anschließend sieben Jahre lang als Redakteurin beim Magazin »Heat«. Paige Toon schreibt inzwischen hauptberuflich und lebt mit ihrer Familie – sie ist verheiratet und hat zwei Kinder – in Cambridgeshire.


Klappentext: 

Gibt es den falschen Zeitpunkt für die große Liebe? Der 8. Roman von Bestseller-Autorin Paige Toon – aufregend romantisch und absolut berührend.
Als Bronte und Alex sich in London bei einem Junggesellenabschied kennenlernen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie verbringen eine atemberaubende Nacht miteinander, doch Bronte wird wenige Tage später nach Australien zurückfliegen, wo sie als Bildredakteurin bei einem Magazin arbeitet, und Alex wird sich mit Zara verloben, mit der er schon seit Jahren zusammen ist. Aber diese eine Nacht können sie beide nicht vergessen.
Über ein Jahre später nimmt Bronte einen Job in London an. Gleich am ersten Tag trifft sie auf ihren neuen Kollegen – Alex. Bronte spürt sofort, dass da noch etwas ist. Aber Alex tut so, als sei nichts. Um sich abzulenken, nimmt Bronte Aufträge als Hochzeitsfotografin an. Zwölfmal ist sie dabei, als sich glückliche Paare das Jawort geben. Doch dann kommt Auftrag Nummer 13: die Hochzeit von Alex!


Meine Meinung:

"Endlich dein" ist der inzwischen 8. Roman (die Jugendbuchreihe um Jessie Jefferson nicht mit eingeschlossen) von Paige Toon, der bislang in Deutschland erschienen ist. Als großer Paige Toon-Fan war ich auf diesen Roman schon ein wenig gespannt. Allerdings muss ich gestehen, dass mir dieser Roman zwar gefallen hat, jedoch nicht an die bisherigen Romane der Autorin ranreicht. Irgendwie fehlte mir der echte Charme den die Figuren versprühen.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Bronte, die auf einem Junggesellenabschied Alex kennenlernt und sich auf den ersten Blick in ihn verliebt, auch wenn alles anfangs eher als kurze Affaire gedacht war, da Alex in London lebt und sie nur zu Besuch in Großbritannien ist. Ihre Wege trennen sich wieder, vor allem, da Alex direkt nach dieser Nacht wieder mit seiner Ex-Freundin zusammenkommt.
Ein Jahr später kehrt Bronte nach London zurück, als sie ein Jobangebot als Bildredakteurin einer Zeitschrift annimmt. Dort trifft sie wieder auf Alex, der ebenfalls dort arbeitet. Bronte konnte Alex nie vergessen, aber dieser tut nach ihrem erneuten Zusammentreffen so, als wäre nie etwas gewesen. Durch Zufälle kommt Bronte an einen Zusatzverdienst als Hochzeitsfotografin und hat daran sehr viel Vergnügen und versucht sich damit abzulenken, auch wenn es ihr sehr schwer fällt, da sie Alex fast jeden Tag bei der Arbeit sieht. Während ihrer Aufträge stößt Bronte auf ihren australischen Landsmann Lachlan, der immer wieder versucht ihr näher zu kommen.
Aber ist Bronte wirklich bereit für eine neue Beziehung? Und vor allem eine, die Alex nicht beinhaltet?

Bronte ist meiner Ansicht nach eine etwas unscheinbare Figur, die leider ihr volles Potential erst kurz vor Schluss offenbaren kann. Zwar erfährt man nach einer Weile, dass sie ein "dunkles" Geheimnis hütet. Jedoch wird dieses erst sehr spät gelüftet, vielleicht sogar zu spät. Dieses Geheimnis erklärt, warum sie die ist, die sie ist. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass es viel mehr Andeutungen auf das Geheimnis geben würde, so dass man Bronte als Figur besser verstehen kann.
Leider bleibt auch Alex als Figur ein wenig farblos, so dass es manchmal schwer fällt seine Reaktionen so recht nachzuvollziehen. Sich in ihn hineinzuversetzen fiel mir oftmals gar nicht so leicht.
Lachlan war leider auch kein Charakter, der bei mir sehr viele Sympathiepunkte sammeln konnte, da er mir ein wenig zu sorglos war und zu viel mit jeder x-beliebigen Figur flirtete.
Dadurch, dass zwei völlig unterschiedliche Charaktere um das Herz einer Frau buhlten kam zwar Spannung auf. Allerdings war ich insbesondere von Lachlan ein ein wenig genervt, während ich Alex manchmal einen Arschtritt geben wollte, damit dieser endlich aus sich rauskommt.
Des Weiteren wirft Paige Toon viel zu viele unterschiedliche Figuren gleichzeitig auf den Plan, so dass man eine Weile braucht, um diese alle auseinander zu halten. Wenn man dies jedoch geschafft hat, überzeugen vor allem die Nebenfiguren in diesem Roman. Sie fügen alles zu einem tollen Ganzen zusammen und können durch ihren Witz und Charme die Spannung aufrechterhalten.

Paige Toon ist hier ein durchaus unterhaltsamer und in großen Teilen witziger, aber auch emotionaler Roman gelungen, den es sich durchaus auch zu lesen lohnt. Ich denke, dass wahrscheinlich nicht jeder so seine Probleme mit den Hauptfiguren haben wird, wie ich dies getan habe. Denn abgesehen von den Figuren habe ich an der Handlung und dem Schreibstil nichts auszusetzen.
Insbesondere das Lüften von Brontes Geheimnisse am Ende überzeugen einen letztendlich, auch wenn ich mich immer noch nicht entscheiden kann, ob Bronte sich letztendlich für den richtigen Mann entschieden hat.
Dieser Roman bietet eine Menge an Kurzweil und lässt sich entspannt an einem herbstlichen Tag lesen. Man wird mitgerissen von den Ereignissen und versucht zu ergründen, weshalb Bronte oftmals ein wenig gefühlskalt daher kommt.

Fazit:
"Endlich dein" ist vielleicht nicht Paige Toons bester Roman. Allerdings ist er dennoch lesenswert und ich kann ihn durchaus jedem empfehlen, der auf Dreiecksbeziehungen und dunkle Familiengeheimnisse steht.

Note: 2- 


Wer sich nun mal sein eigenes Bild machen möchte, findet hier eine *Leseprobe*



[Gemeinsam lesen] 12.09.2017


Hallo zusammen,

nachdem ich letzte Woche wegen meines Urlaubs nochmals kurz pausieren musste, bin ich diese Woche nun mal wieder bei der tollen Aktion von Schlunzenbücher mit dabei, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Woche neu gestellt.
Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)


Hier meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell "Spectrum" von Ethan Cross und bin derzeitig auf Seite 89 (von 510).


Klappentext: 
August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank – das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur – und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Während sie sich dem Einsatzzentrum näherten, versuchte Nic Juliano seine Gefühle gegenüber August Burke einzuordnen.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich war auf dieses Buch sehr gespannt, da ich die Shepard-Reihe des Autors sehr spannend fand. Allerdings muss ich gestehen, dass mich das Buch noch nicht so recht packen kann. Momentan fehlt noch ein wenig der psychologische Effekt, den die Figuren bei einem beim Lesen auslösen. Richtige Spannung kommt noch nicht auf, da man immer noch dabei ist die Figuren kennen zulernen. Stellenweise fällt es mir dennoch immer noch schwer die einzelnen Figuren auseinander zuhalten.
Ich hoffe, dass die Handlung noch mehr an Dramatik gewinnt.


4. Peinliche Erlebnisse beim Lesen - hast du da schon mal eines gehabt? 

So richtig peinliche Momente sind mir eigentlich noch nicht beim Lesen passiert. Klar ist mir auch schon mal mein Brötchen bzw. dessen Belag aufs Buch gefallen und ich habe schon mal beim Trinken aufs Buch getropft. Aber das würde ich nicht wirklich als Peinlichkeit bezeichnen. Das ist doch jedem schon mal passiert, oder?!😁
Das ein oder andere Mal konnte ich mich im Zug oder Bus nicht so ganz von meinem Buch loseisen. Allerdings habe ich deshalb noch keinen Aussteigepunkt verpasst.
Also keine peinlichen Momente bei mir. Zumindest keine, die mir im Gedächtnis geblieben sind.


Wie steht's bei euch? Was lest ihr momentan? Habt ihr schon mal peinliche Momente beim Lesen erlebt? 

Herbstliche Grüße
Babs



[Montagsfrage] 11.September 2017


Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in die Woche?! 😊

Nach langer Zeit nehme ich nun auch endlich mal wieder an der interessanten Bloggeraktion "Montagsfrage" von Buchfresserchen teil. 
Jede Woche wird eine neue Montagsfrage veröffentlicht, die man innerhalb von 7 Tagen beantworten kann.

Die Frage für diese Woche lautet:

Liest du mehr Papierbücher oder mehr E-Books, gibt es einen Grund dafür?

Lieber lese ich eigentlich Papierbücher. 
Zum Einen, weil ich finde, dass diese besser in der Hand liegen. Außerdem mag ich es nachschauen zu können, wie viele Seiten noch bis zum Kapitelende sind, um so einschätzen zu können, ob ich das Kapitel noch schaffe (Lustigerweise führt das sogar eher dazu, dass ich dann meistens bis zum Kapitelende lese, dass neue Kapitel anlese und wieder schaue und ggf. nochmals weiterlese 😁).
Zum Anderen bieten Printbücher den Vorteil, die Bücher weiter zu verleihen oder zu verkaufen. Ich habe leider nicht viel Platz, weshalb die meisten Bücher irgendwann wieder aus meinem Bücherschrank rausmüssen, um Platz für neue zu schaffen. 

Gleichzeitig finde ich ebooks aber auch praktisch, da ein Reader oftmals weniger wiegt, bzw. man diese auch auf anderen Geräten (bspw. Laptop) lesen kann. 
Etwa ein Drittel meiner gelesenen Bücher sind aktuell ebooks. Oftmals sind dies aber auch eher kostengünstige Varianten der Papierbücher. Denn ich muss auch gestehen, dass ich nicht bereit bin für ein ebook den gleichen Preis (oder nur geringfügig geringer) zu zahlen. Immerhin fallen hier keine Kosten für den Druck des einzelnen Buches an und ich kann diese Bücher auch nicht weiterreichen. 
Ich würde wahrscheinlich mehr auf ebooks zugreifen, wenn diese im Allgemeinen kostengünstiger wären. 

Wie sieht das bei euch aus? 

Herbstliche Grüße
Babs



[Rezension] "So klingt dein Herz" von Cecelia Ahern

Buchinformationen: (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

480 Seiten, Klappenbroschur
FISCHER Krüger
ISBN 978-3-8105-3027-1
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50


Autoreninfo: (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Cecelia Ahern ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkommunikation in Dublin. Mit 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der sie sofort international berühmt machte: ›P.S. Ich liebe Dich‹, verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere weltweit veröffentlichte Bücher in Millionenauflage. Die Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie ›Samantha Who?‹ mit Christina Applegate sowie einen Zweiteiler für das ZDF. Auch ihr Roman ›Für immer vielleicht‹ wurde fürs Kino verfilmt. Cecelia Ahern lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Norden von Dublin.


Klappentext: 

Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt nachahmen. Als der Toningenieur Solomon im Wald auf Laura trifft, fühlt er sich sofort magisch von ihr angezogen. Doch auch Solomons Lebensgefährtin, die Regisseurin Bo, ist fasziniert: Sie möchte einen Film über die geheimnisvolle Laura drehen. Über Nacht findet sich Laura in unserer lauten, modernen Welt wieder. Kann ihre Gabe ihr dabei helfen, das Glück zu finden – und die Liebe?


Meine Meinung: 

Ich war auf diesen Roman schon sehr gespannt, da ich schon fast alle Romane der Autorin gelesen habe und ich diese meistens mochte. "So klingt dein Herz" ist ein Roman, bei dem man nicht unbedingt nach dem Cover auf den Inhalt schließen sollte. Kommt das Cover doch eher rührselig und schnulzig daher, so hat der Inhalt weitaus mehr zu bieten. Dieser Roman ist kein reiner Liebesroman, wie man es zunächst aufgrund des Covers vermuten könnte. Zwar spielt auch das Thema Liebe in diesem Roman eine Rolle, jedoch ist diese eher nebensächlich. Viel mehr geht es um menschliche Interaktion im Allgemeinen und dem Umgang mit "besonderen" Menschen.

Im Mittelpunkt des Romans steht die junge Laura, die bis zu ihrem 26. Lebensjahr im Verborgenen gelebt hat. Kaum einer wusste von ihrer Existenz, bis sie eines Tages von Solomon in einem Wald gefunden wird. Dieser ist sofort von Laura fasziniert, da sie scheinbar jedes Geräusch was sie wahrnimmt imitieren kann. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Bo und der Kamerafrau Rachel beschließen sie einen Film über Laura zu drehen. Laura tritt dabei aus ihrer behüteten kleinen, einfachen Welt in die moderne von Reizen überfluteten Welt und muss lernen mit ihrem neuen Leben und ihren Gefühlen umzugehen.

Ich muss gestehen, dass ich, als ich anfing zu lesen, zunächst nicht so recht wusste, was ich vom Roman halten sollte. Dieser Roman ist ein nicht so ganz typischer Ahern-Roman, sondern viel tiefgründiger, als man es von ihr gewohnt war. Allerdings wird man einfach von den Geschehnissen und Lauras Charme mitgerissen, so dass man nicht anders kann, als sich in den Inhalt zu verlieben. Mir fiel es beim Lesen schwer den Roman aus der Hand zu legen, da mir Lauras Entwicklung doch sehr zu Herzen ging. Man leidet mit ihr, wenn sie versucht mit den neuen Gegebenheiten umzugehen. Wobei man auch sagen muss, dass Laura quasi förmlich ins Leben gestoßen wird und man dabei nur wenig Rücksicht auf ihre Gefühle nimmt. Gleichzeitig fiebert man auch der Offenlegung, wie und warum Laura so lange im Verborgenen gelebt hat.

Der Titel "So klingt dein Herz" gibt den Inhalt genauso gut wieder, wie der englische Originaltitel "Lylebird". Laura hat eine einzigartige Gabe, dass sie alles imitieren kann was sie hört. Die Geräusche und Stimmen, die sie dabei von sich gibt, manchmal auch unbewusst, sind ein Spiegel ihrer Seele. Laura ist ein herzensguter und engelsgleicher Mensch, den man einfach ins Herz schließen muss.
Während man Laura eine Menge an Sympathie entgegen bringen kann, muss ich sagen, dass die anderen Figuren dahingehend ein wenig drunter leider müssen. In diesem Roman gibt es neben Solomon zwar auch noch einzelne weitere syphatische Figuren. Allerdings stehen sie immer im Schatten von Laura.
Dieser Roman hält eine Fülle an Antifiguren bereit, die man stellenweise einfach nur hasst. Jedoch stellt man beim Lesen gleichzeitig aber auch fest, dass sie oftmals selbst mit sich hadern und nur deshalb oftmals ziemlich egozentrisch und eifersüchtig sind. Gerade das Zusammenspiel der verschiedenen Sympathien macht die Handlung lesenswert. Dadurch wird Spannung aufgebaut und man kann seine vollen Emotionen ausleben.

Fazit:
"So klingt das Leben" beweist, dass man ein Buch nicht unbedingt nach seinem Cover beurteilen sollte. Dieser Roman hält weit mehr bereit, als man zunächst denkt. Dies ist eine hoch emotionale Geschichte bei der es um die Besonderheit des Lebens geht.
Ich kann jedem dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

Note: 2+


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*




[Rezension] "Eine Prise Liebe" von Kristen Proby

Buchinformationen: (Quelle: https://www.harpercollins.de

Erscheinungstag: Mo, 10.07.2017
Bandnummer: 26034
Seitenanzahl: 304
ISBN: 9783955766801
E-Book Format: ePub


Autoreninfo: (Quelle: Eintrag im Buch)

Für New York Times-Bestsellerautorin Kristen Proby geht nichts über eine klassische Liebesgeschichte mit starken Charakteren, die auf Treue und Familie schwören. Ihre Helden haben ihren eigenen Kopf und einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, und die Frauen lassen sich kein X für ein U vormachen. Kristen lebt im malerischen Whitefish in Montana, wo sie Schokolade, Kaffee und den Sonnenschein genießt. Und Nickerchen.


Klappentext:

Das Restaurant Seduction ist Camis Ein und Alles. Gemeinsam mit ihren vier Freundinnen hat sie es zu einem Hotspot gemacht. Ihre ganze Leidenschaft steckt sie ins Seduction - bis ihre erste große Liebe nach Portland zurückkehrt. Seit Cami denken kann, ist sie in Landon verliebt. Als er nach seinem Highschool-Abschluss als Navy-Pilot ins Ausland ging, blieb sie mit gebrochenem Herzen zurück. Nun ist sie fest entschlossen, ihm auf keinem Fall ein zweites Mal zu verfallen. Doch Landon mit seinen starken Armen und seinem sanften Blick macht es ihr schwer zu widerstehen …


Meine Meinung: 

Nach "Für Happy Ends gibt's kein Rezept" ist dies der zweite Roman aus der Seduction-Reihe. Da mir der erste Band ziemlich gefallen hat, war ich auf diesen Roman sehr gespannt. Als ich anfing zu lesen, muss ich jedoch gestehen, dass mir der Einstieg ein wenig schleppend war und ich erst mit den Hauptfiguren warm werden musste. Nach dem ersten Drittel nimmt die Handlung jedoch ein wenig an Fahrt auf die Hauptfiguren können ihren Charme ausspielen.

Im Mittelpunkt dieses Romans stehen dieses Mal Cami und Landon. Cami ist eine der Mitbesitzerin des Restaurants Seduction und dort für die Buchhaltung zuständig. Seit ihrer Jugend ist sie schon in Landon, dem Bruder ihrer Freundin und Restaurant-Mitbesitzerin Ali verliebt. Als Landon nach langer Einsatzzeit als Navy-Pilot zurückkehrt, treffen die Beiden wieder aufeinander und die Funken sprühen. Jedoch sind beide gebrannte Kinder, denen es schwer fällt sich auf eine gemeinsame Zukunft einzulassen. Letztendlich stehen die Beiden vor der Entscheidung, was sie im Leben wollen und wie sie ihre Zukunft leben wollen.
Während man sehr schnell ein genaues Bild von Landon bekommt, bleibt Cami meiner Meinung nach anfangs ein wenig blass und kommt zunächst eher zickig rüber. Es braucht schon ein, bis sie ihre vollen Charaktereigenschaften so richtig zu Tage legen kann. Die Chemie zwischen den Beiden sprüht förmlich.

Kristen Probys Schreibstil ist überaus eingängig und lässt sich leicht lesen. Sie schreibt ziemlich emotional. Obwohl Kristin Proby eher Begegnungen zwischen den Figuren beschreibt, als die Umgebung detailliert so richtig einfließen zu lassen, kann man sich diese dennoch sehr gut vorstellen. Während man im ersten Band noch einen genaueres Bild vom Restaurant erhielt, beschränkt sie sich hier auf das Notwendigste. Dadurch wird ein viel größeres Augenmerk auf die beiden Hauptfiguren und ihre Gefühle gelegt.
Ich muss jedoch gestehen, dass an der ein oder anderen Stelle auch leichte Ungereimtheiten unbeantwortet bleiben. So habe ich mich beispielsweise bis zum Schluss gefragt, warum Cami zum Einen immer noch ein so gutes Verhältnis zu ihrem Exmann Brian hat, so dass sie ihn sogar verkuppeln möchte?! Zum Anderen erzeugt dieses mehr als gute Verhältnis auch bei Landon keinerlei Misstrauen?!

Dieser Roman kommt alles in allem eher ruhig daher. Die Handlung lebt weniger von dramatischen Spannungsspitzen, als viel mehr vom Charme der Figuren. Erst zum Ende hin wird die Handlung hoch dramatisch und emotional, als man schon denkt die Handlung ist zu Ende.

Fazit:
Alles in Allem ist dies eine mehr als gute Fortsetzung einer tollen Reihe. Jedoch kann dieser Roman meiner Ansicht nach seinen Charme leider erst so richtig ausbreiten, wenn man den Vorgänger gelesen haben.

Note: 2-


Wer nun neugierig auf diesen Roman geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*




[Rezension] "Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson" von Paige Toon

Buchinformationen: (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Erscheinungstag: Mo, 08.05.2017
Bandnummer: 200022
Seitenanzahl: 304
ISBN: 9783959676519
E-Book Format: ePub


Autoreninfo: (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Paige Toon ist die Tochter eines Rennfahrers. Doch für ihre eigene Laufbahn schwebte ihr eher rasantes Schreiben als Fahren vor. Sie arbeitet als freie Journalistin – wenn sie nicht damit beschäftigt ist, einen weiteren internationalen Bestseller zu verfassen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie in Cambridge.


Klappentext: 

Willkommen in der Welt der Stars und Sternchen!
Inzwischen ist Hollywood ihr Zuhause. Jetzt tritt Jessie Jefferson ins Rampenlicht und kann erste Erfolge als Sängerin mit ihrer Band feiern. Ihr Leben scheint perfekt – bis auf die Tatsache, dass sie ihre Beziehung mit dem heißen Gitarristen Jack geheim halten muss. Spielt Jack vielleicht nur mit ihr? Der Besuch ihres Exfreundes aus England lässt Zweifel in Jessie aufkommen: Ist dieses glamouröses Leben wirklich das, was sie will?



Meine Meinung: 

Bei "Das unglaubliche Leben der Jessie Jeffersion" handelt es sich um den dritten Teil einer tollen Young Adult - Reihe von Paige Toon, die an die beiden Romane "Du bist mein Stern" und "Diesmal für immer" anknüpft. Obwohl ich aus dem typischen YA-Alter inzwischen schon lange raus bin, habe ich die Vorgängerromane wirklich gemocht. Paige Toon schafft es ihren gewohnten Stil auch für ein jüngeres Publikum interessant bzw. auch jugendlichen Inhalt auch für ein etwas älteres Publikum attraktiv zu machen.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht Jessie Jefferson, die erst vor gut einem Jahr erfahren hat, dass der weltberühmte Rockstar Johnny Jefferson ihr Vater ist. Inzwischen lebt sie bei ihm, seiner Frau Meg und ihren beiden kleinen Söhnen und hat sich ein neues Leben in Los Angeles aufgebaut. Jessie ist dabei immer noch ein wenig hin und her gerissen zwischen ihrem alten einfachen Leben in England und ihrem teilweise High Society - Leben in Hollywood.
Inzwischen hat sie sich in ihr neues Leben eingelebt, ihre Band feiert erste Erfolge, ihre Beziehung zu Jack entwickelt sich, sie findet neue Freunde. Aber dennoch hegt Jessie immer noch Zweifel, ob das wirklich das Leben ist, was sie möchte.

Paige Toon schafft es erneut mit einer turbulenten und abwechslungsreichen Handlung einen als Leserin zu überzeugen. Die Handlung nimmt immer wieder neue Wendungen. Emotionale Szenen wechseln sich mit lustigen Szenen ab. Man fliegt förmlich durch die Handlung, so dass man, sobald man das Buch beendet hat, ein wenig wehmütig zurückblickt.

Jessie macht in diesem Roman eine, wie ich finde, starke Entwicklung durch. War sie in den ersten beiden Bänden oftmals ein wenig rebellisch, wirkt sie hier erwachsender und durchdachter. Sie ist eine überaus interessante und sympathische Figur, mit der man mitleidet, wenn sie vor Problemen steht. Sie ist überaus geerdet und zeigt, dass man auch als "Normalo" in der Schickimicki-Welt überleben kann.
Jessie wirkt oftmals älter als ein Teenager, was ich jedoch nicht wirklich störend empfand. Auch wenn sie eine außerordentliche Reife zeigt, blitzt immer wieder eine jugendliche Leichtsinnigkeit hervor, was sie lebensnah erscheinen lässt.
Generell merkt man sehr schnell, dass Paige Toon ihre Figuren wohldurchdacht hat. Zwar gibt es die ein oder andere Figur, die man nicht unbedingt ins Herz schließt. Das muss man auch nicht, denn diese Antifiguren tragen ebenso zum Gelingen des Romans bei.

Fazit:
Ich kann diesem Roman nicht nur jedem Paige Toon - Fan wärmstens empfehlen, sondern auch Jedem der auf turbulente, aber dennoch bodenständige und abwechslungsreiche Geschichten rund um die Schönen und Reichen steht, wärmstens empfehlen. Diese Buchreihe ist auch für alle jenseits der 30 noch lesenswert!

Note: 2+


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] "Heute fängt der Himmel an" Kristin Harmel

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Veronika Dünninger
Originaltitel: When We Meet Again
Originalverlag: Gallery Books, New York 2016
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0289-9
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 21.08.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Ihre Bestseller Solange am Himmel Sterne stehen und Über uns der Himmel waren in Deutschland ein großer Erfolg und verzauberten auch weltweit viele Leserinnen. Auch ihr neuester Roman Heute fängt der Himmel an erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida.


Klappentext: 

Die Journalistin Emily Emerson befindet sich kurz nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Margaret an einem besonders schwierigen Punkt in ihrem Leben. Da erreicht sie unvermittelt ein mysteriöses Gemälde, das eine Frau unter einem wunderschönen violettfarbenen Himmel zeigt. Schnell erkennt Emily, dass es sich dabei um Margaret handeln muss, doch dem Bild ist nur eine Notiz mit den Worten »Sie war die Liebe seines Lebens.« beigelegt. Emily ist von diesen Zeilen tief bewegt und begibt sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte, die auch ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt ...


Meine Meinung:

Dies war mein erster Roman von Kristin Harmel. Aufmerksam bin ich auf dieses Buch zunächst aufgrund des Covers, dass schlicht und schön zugleich gestaltet ist, geworden. Mein Interesse wurde dann durch den Klappentext gesteigert.
Als ich anfing zu lesen, dachte ich bei den ersten Seiten zunächst noch "ein typischer Frauenroman". Aber beim weiteren Lesen stellte ich sehr schnell fest, dass dieser Roman vielschichtiger ist, als es zunächst erscheint. Dieser Roman verknüpft Vergangenheit und Gegenwart zu einem emotionalen Ganzen. Dies ist ein Taschentuchroman, bei dem man durchaus die ein oder andere Träne vor Rührung vergießen kann.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Emily Emerson, die nach dem Tod ihrer geliebten ein wenig mit dem Leben hadert. Sie erhält anonym ein Gemälde, dass ihre Großmutter Margaret in jungen Jahren darstellt. Beigefügt ist nur eine kurze Notiz, die ihr vermittelt, dass ihr Großvater ihre Großmutter sehr geliebt habe. Emily, die immer dachte, dass ihr Großvater noch vor der Geburt ihres Vaters Margaret verlassen habe, genauso wie ihr Vater sie in jungen Jahren verlassen hat, ist zu tiefst verwundert und versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Unerwartete Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Vater Victor, der schon seit längerem versucht seiner Tochter wieder näher zu kommen, obwohl diese ihn immer wieder von sich weist. Die beiden decken dabei nicht nur alte Familiengeheimnisse auf, sondern stoßen auch auf ein "dunkles" Kapitel in der amerikanischen Geschichte.

Die Charaktere dieses Romans sind vielschichtig gestaltet und wohldurchdacht. Und auch wenn man anfangs zunächst ein wenig das Gefühl hat, dass Emily ein wenig sehr in Selbstmitleid zerfließt, merkt man sehr schnell, dass ihr das Leben nicht immer gut mitgespielt hat und sie für Entscheidungen in ihrer Vergangenheit nun leiden muss.
Nach und nach werden die Figuren weiterentwickelt, so dass man einen tiefen Einblick in ihre Seele erhält. Man kann sich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen.

Dies ist ein Buch, in das man tief eintaucht. Fängt man einmal an zu lesen, kann man das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr zieht der Roman einen in seinen Bann. Man wird von den Ereignissen und den Emotionen mitgerissen. Man fiebert den neu aufkommenden Geheimnissen entgegen.
Und auch wenn der Roman an der ein oder anderen Stelle ein wenig vorhersehbar ist, minimiert dies nicht das Lesevergnügen. Einer vorhersehbaren Stelle folgen mindestens drei neue Geheimnisse. so dass die Spannung durchgehend hoch bleibt.
Dieser Roman handelt von Annäherung, Vergebung, tiefe Liebe, Familie und Vergangenheit. Differenziert widmet sich der Autorin der Vergangenheit ohne hier verurteilend oder auch nur wertend die Geschehnisse wiederzugeben.

Fazit: 
Ich für meinen Teil habe diesen Roman sehr genossen und kann eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen. Dies mag mein erster Roman von Kristin Harmel gewesen sein, aber es wird definitiv nicht mein letzter gewesen sein.

Note: 1-


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Gemeinsam lesen] 29.08.2017


Hallo zusammen,

nach langer Zeit mache ich nun mal wieder bei der tollen Aktion von Schlunzenbücher mit, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Woche neu gestellt.
Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)


Hier meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Aktuell lese ich "Dich im Herzen" von Susan Wiggs und bin derzeitig auf Seite 234 (von 400).


Klappentext:
Annie Harlows Glück scheint perfekt: Sie ist die Produzentin einer bekannten Kochshow, hat einen liebevollen Mann, eine wunderschöne Wohnung in Los Angeles - und jetzt ist sie auch noch schwanger! Doch dann hat Annie hat einen schweren Unfall. Als sie ein Jahr später aus dem Koma erwacht, ist ihr Leben ein Scherbenhaufen. Als gebrochene Frau kehrt sie in ihre Heimat zurück, auf die idyllische Ahornfarm ihrer Familie in Vermont. Kann hier, mit Hilfe ihres charmanten High-School-Freundes Fletcher, ihr Herz heilen?


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Annie schwebte wie auf Wolken, als sie erkannte, dass ihre Dokumentation beinahe fertig war.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Im Grunde lese ich an diesem Buch nun schon seit etwa 2 Wochen (mit Unterbrechungen). Nicht weil der Roman nicht interessant ist. Allerdings packt mich die Handlung und die Figuren nicht so recht. Obwohl die Hauptfigur eine sehr emotionale Phase durchläuft, springt der Funke nicht so recht über. Zwar kann man sich in sie hineinversetzen, allerdings kann ich ihr gegenüber nicht echte Sympathien empfinden.
Eigentlich mag ich Susan Wiggs ja sehr, vor allem da sie oftmals mit durchdachten Figuren und einer traumhaften Umgebung aufwarten kann. Jedoch fehlt es hier ein wenig an beidem. Ich bin mal gespannt, ob mich das Buch doch nicht richtig packen kann. Aktuell ist es eher Durchschnitt.


4. Empfehle uns das Buch, das deiner Meinung nach jeder gelesen haben sollte (nur eins!)

Es ist echt schwierig sich hier auf ein Buch festzulegen. Aber wenn ich schon muss, entscheide ich mich für "Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult.
Eigentlich finde ich ja fast alle Romane von Jodi Picoult gelungen. Aber "Bis ans Ende der Geschichte" toppt sie nochmals alle.
Jodi Picoult schreibt hier mit so viel Herz und Tiefgang zugleich. Meiner Meinung nach ist dies eine sehr eindrucksvolles Buch, dass einem auch nach dem Lesen noch eine ganze Weile beschäftigt. Jodi Picoult schafft es perfekt ein so schwieriges Thema wie Holocaust und dessen Aufarbeitung sensibel anzugehen und das Ganze packend und mit den passenden Emotionen in eine Romanhandlung zu verknüpfen. Hier ist einfach alles stimmig.
Sie geht zugleich mit relativer Nüchternheit und aber auch mit außergewöhnlichem Tiefgang an die Erzählungen der Vergangenheit heran. Dabei urteilt sie nicht offen, sondern lässt den Leser selbst entscheiden, wie sie die Geschehnisse wahrnehmen wollen.

Wer mal neugierig geworden ist, die ist der Klappentext:
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


Wie sieht es bei euch aus? Was lest ihr aktuell? Was ist euer Lesemuss?

Sommerliche Grüße
Babs


[Rezension] "Rosenstunden (Rose Harbor-Reihe 5)" von Debbie Macomber

Bücherinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Nina Bader
Originaltitel: Sweet Tomorrows (Rose Harbor 5)
Originalverlag: Ballantine, New York 2016
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0449-7
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 17.07.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Debbie Macomber ist mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie eine begeisterte Strickerin und verbringt mit Vorliebe viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington, und im Winter in Florida.


Klappentext: 

Alte Leidenschaften, neues Glück ...

Vor neun Monaten gestand Mark Taylor Jo Marie Rose seine Liebe. Und verließ sie und das Städtchen Cedar Cove danach Hals über Kopf. Doch Jo Marie will sich nicht ein weiteres Mal in Trauer um einen Mann verlieren – sie ist fest entschlossen, ihr Glück wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Auch Emily Gaffney, ihr neuester Gast, hat Pläne für die Zukunft: Sie sucht in Cedar Cove nach ihrem Traumhaus – und hat auch schon eines im Auge. Der Besitzer, Nick Schwartz, ist allerdings alles andere als begeistert, als sie ihn kontaktiert. Doch Emily gibt nicht auf, und aus einem holprigen Start wird bald eine enge Freundschaft – oder sogar mehr …


Meine Meinung: 

Bei diesem Roman handelt es sich um den letzten Teil der Rose Harbor-Reihe, in dem die Liebesgeschichte um Jo Marie und Mark ihr Ende findet.
Da ich die "Rose Harbor-Reihe" bzw. Debbie Macombers Bücher im allgemeinen sehr mag, war dieser Roman ein unbedingtes Muss. Kaum hielt ich den Roman in den Händen musste ich schon anfangen zu lesen.

Die Handlung dieses Romans setzt etwa neun Monate nach dem Ende des Vorgängerromans an. Mark ist nun schon seit langem weg, nachdem er Jo Marie endlich seine Liebe gestanden hatte. Anfangs ist Jo Marie noch sehr geknickt, zumal sie lange nichts von Mark hört. Stück für Stück beginnt sie ihr Leben ohne ihn aufzubauen und lernt sogar einen neuen Mann kennen, bis sie plötzlich eine Nachricht von Mark erhält, die sie hoffen und Bangen lässt, Fortan ist Jo Marie zwischen zwei Männern hin und her gerissen: Mark, ihr letzte große Liebe, der ihr jedoch keine zuverlässige Zukunft garantieren kann und Greg, selbst Witwer, der ihre Gefühle nachvollziehen kann und selbst ein wenig an der Vergangenheit hängt.
Und es wäre kein Rose Harbor-Roman, wenn Debbie Macomber nicht vollkommen gelungen eine zweiten Handlungsstrang mit einbinden würde: Emily Gaffney kommt ins Rose Harbor Inn, um eine Unterkunft während ihrer Suche nach einem Haus zu haben. Als sie ihr Traumhaus findet, stellt sie fest, dass dieses bereits einen Bewohner hat: Nick Schwartz, der gerade vor Trauer und Selbstschuld zerfließt und zunächst Emily eher von sich stößt.

Nach und nach schließt sich in diesem Roman alles zu einem wundervollen Ganzen. Und auch wenn der Roman vor allem in der Mitte stellenweise ein klein wenig langatmig ist, verzeiht man der Autorin dies schnell, da sie ein sehr schönes Ende geschaffen hat.
Und auch wenn man hier nicht unbedingt viel Tiefgang erwarten kann, schafft es Debbie Macomber mit einer sehr emotionalen Bildsprache die Spannung aufrecht zu erhalten. Man leider mit den Figuren, die alle Ereignissen in der Vergangenheit nachhängen, auf ihrem Weg zum Seelenheil.
Natürlich kommt es, wie sollte es auch anders sein, zu einem Happy End. Das Buch bietet interessante Kurzweil und eignet sich bestens für einen Nachmittag auf der Terrasse oder Couch.

Mit diesem Roman gibt die Autorin einem als Leser auch endlich die Möglichkeit Mark und seine Gedankenwelt besser kennenzulernen. Dadurch wirken seine Handlungen  in den Vorgängerromanen nachträglich auch vollkommen nachvollziehbar.

Fazit:
Mit diesem Roman rundet Debbie Macomber die Rose Harbor-Reihe und das Kapitel Jo Marie und Mark endlich gelungen ab, so dass man mit gutem Gefühl aus einem Lesenachmittag rausgehen kann.
Ich für meinen Teil habe diesen Roman sehr genossen.

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe* 




[Rezension] "Die Schatten von Race Point" von Patry Francis

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Claudia Feldmann
Originaltitel: The Orphans of Race Point
Originalverlag: HarperCollins, New York 2014
Taschenbuch, Klappenbroschur, 592 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0337-7
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 20.03.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Patry Francis, geboren 1950 in Brockton, Massachusetts, lebt mit ihrer Familie auf Cape Cod. Ihre Erzählungen und Gedichte sind in zahlreichen literarischen Zeitschriften erschienen und wurde mehrfach für den renommierten Pushcart-Preis nominiert. Die Schatten von Race Point ist ihr erster Roman bei Blanvalet.


Klappentext:

Eine Liebe, die stärker ist als das Leben

Cape Cod,1978. Als Kinder sind Hallie Costa und Gus Silva unzertrennlich, als Teenager werden sie ein Liebespaar – bis ein dramatischer Vorfall am Strand von Race Point sie scheinbar unwiederbringlich auseinandertreibt. Doch Hallie kann ihren Freund nie vergessen, und als Gus Jahre später eines Mordes angeklagt wird, muss sie sich ihren Gefühlen stellen, denn seine gesamte Existenz steht auf dem Spiel. Kann sie ihm noch einmal helfen, bevor es zu spät ist? Hallie kehrt in ihre Heimatstadt zurück und stößt dort unerwartet auf dunkle Geheimnisse von ungeahnten Dimensionen …


Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen, da der Klappentext mein Interesse geweckt hatte. Als ich das Buch, dann als Rezensionsexemplar erhielt, war ich ziemlich froh darüber, das Buch alsbald lesen zu können.
Jedoch muss ich gestehen, dass die Ernüchterung kam, als ich anfing zu lesen. Die Handlung zieht sich bereits zu Beginn an, so dass man geneigt ist, Stellen zu überfliegen. Die Autorin widmet zu viel Zeit allen Einzelheiten, wodurch man irgendwann beim Lesen ein wenig genervt ist. Beispielsweise reitet sie zu Beginn des Romans zu sehr auf den portugiesischen Lebenstil der Charaktere rum, obwohl die Handlung an der amerikanischen Ostküste spielt?! Das sie generell auf Einzelheiten eingeht, finde ich ja sogar gut. Dass sie sich in diesen jedoch stellenweise verrennt, mindert das Lesevergnügen schon ein wenig.
Mit fast 600 Seiten ist dieser Roman sehr dick. Meines Erachtens nach hätte die gesamte Handlung um mindestens einem Drittel, wenn nicht sogar fast die Hälfte gekürzt werden können, ohne dass diese darunter gelitten hätte. Viel zu oft werden Nebenschauplätze aufgemacht, die jedoch nur wenig zur Gesamthandlung beitragen.
Und auch wenn man sich beim Lesen nicht in die Handlung verlieben kann, bieten die traumhaften Natur- und Umfeldbeschreibungen immerhin die Möglichkeit sich ein wenig in die Landschaft zu verlieben, was das Ganze schon wieder ein wenig aufwertet.

Hallie und Gus sind im Gegensatz zu manch anderen Figuren in diesem Roman überaus interessant und stark gezeichnet. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und auch wenn man nicht alle ihre Entscheidungen und Handlungen so recht akzeptieren mag, ergeben diese durchaus Sinn.
Einzelne Figuren, wie z.B. Hallies Vater sind stellenweise ein wenig überzogen dargestellt. So wird dieser bspw. zwischendurch als eine Art "Heldenfigur" dargestellt, der fast so etwas wie das "Dorfoberhaupt" über allem wacht.


Fazit:
Leider ist dieser Roman sehr langatmig, so dass man die interessanten Abschnitte nicht so recht genießen kann. Er um die Hälfte gekürzt werden können.

Note: 4


Wer sich nun mal sein eigenes Urteil bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*





[Rezension] "Manchmal ist es schön, dass du mich liebst" von Marie Vareille

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Französischen von Gabriele Lefevre
Originaltitel: Je peux très bien me passier de toi
Originalverlag: Les Editions Charleston, 2015
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10144-4
€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Penguin
Erschienen: 13.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Marie Vareille wurde 1985 in Montbard, einer Kleinstadt im Burgund, geboren. Sie hat in New York und Paris Management studiert und arbeitet derzeit für ein kleines Start-up-Unternehmen. Neben dem Schreiben führt sie auch einen Blog über romantische Komödien. „Manchmal ist es schön, dass du mich liebst“ ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.


Klappentext: 

Zwei Freundinnen, ein kleines Dorf in Frankreich und ein halbes Jahr, das alles verändert.

Die Freundinnen Chloé und Constance sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten. Doch in einem sind sie sich einig: Es muss sich endlich etwas ändern in ihrem Leben. Für die nächsten sechs Monate schließen sie einen Pakt – während die schüchterne Constance in Paris versucht, die Liebe zu finden, will Chloé in einem kleinen Dorf im Bordeaux einen Roman schreiben und sich um ihre kranke Großmutter kümmern. Und endlich ihren Exfreund vergessen! Aber die idyllischen Weinberge halten so manche Überraschung für Chloé bereit. Denn manchmal muss man nur aufhören zu suchen, um endlich das Glück zu finden ...


Meine Meinung: 

"Manchmal ist es schön, dass du mich liebst" hat mein Interesse aufgrund des hübschen Covers geweckt. Dieses wurde noch durch den wirklich neugierig machenden Klappentexts gesteigert.
Allerdings muss ich gestehen, dass mein Lesen ein wenig die Ernüchterung kam. Das Buch hat durchaus Potential, allerdings ist es überwiegend sehr anstrengend mit unsympathischen Charakteren!
Chloé und Constanze sind nicht unbedingt Figuren, in denen man sich beim Lesen verliebt. Chloé ist dafür zu überheblich und zickig, während Constanze null Selbstvertrauen zeigt und immer wieder alles selbst schlecht redet, was sie erreicht. Beim Lesen habe ich mich teilweise gefragt, was die Beiden verbindet, so dass sie Freundinnen sind?! Anfangs überwiegt noch das Mitleid mit beiden Frauen, da ihnen das Leben nicht immer ganz gut mitgespielt hat. Beide Frauen sehnen sich nach dem Einen, dem sie ihr Herz schenken können. Allerdings werden sie immer wieder enttäuscht. Nach einer Weile stellt man dann jedoch fest, dass die beiden irgendetwas zurückhält, so dass sie ihr Glück, dass sie quasi direkt vor Augen haben, nicht sehen.

Vom Schreibstil her ist das Buch durchaus interessant. Marie Vareille hat einen durchaus abwechslungsreichen und spitzen Schreibstil, so dass man durchaus durch die Handlung fliegt. Nur leider schmälern dann die nicht ganz durchdachten Figuren das Potential.

Des Weiteren hätte diesem Roman ein wenig mehr Glaubwürdigkeit gut getan. Irgendwie haben die Charaktere teils utopische Ideen (einen Roman schreiben, obwohl man noch keine Seite geschrieben hat???). Mir fehlte vor allem der richtige Weg dahin, da die Handlung ein wenig durcheinander wirkte. Stellenweise hatte ich leichte Probleme, die Figuren und Handlungsstränge komplett auseinander zu halten.

Fazit:
Mit liebenswerteren Charakteren hat dieser Roman durchaus das Potential zu einem tollen Frauen- bzw. Freundinnenroman. Allerdings verspielt die Autorin dieses dadurch, dass die Hauptfiguren eine echte Entwicklung erst ganz am Ende durchlaufen.

Note: 4-


Wer sich nun mal sein eigenes Urteil bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*


[Rezension] "So blau wie das funkelnde Meer" von Kelly Rimmer

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Astrid Finke
Originaltitel: Me without You
Originalverlag: Bookouture, 2014
Paperback, Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0569-1
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 13.06.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Kelly Rimmer fand Fiktion schon immer besser als die Realität – und wurde deshalb Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann Daniel und zwei kleinen Kindern im ländlichen Australien, und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder vom Lesen und Schreiben träumt, arbeitet sie in der IT-Branche. So blau wie das funkelnde Meer ist ihr erster Roman im Blanvalet Verlag.


Klappentext:

Sie haben die Liebe ihres Lebens gefunden – doch das Schicksal hatte andere Pläne.

Vor einem Jahr traf ich die Liebe meines Lebens. Für zwei Menschen, die nicht an die Liebe auf den ersten Blick glauben, kamen wir dem Ganzen doch sehr nah. Lilah McDonald, umwerfend schön, eigensinnig, stur und in vielen Dingen einfach so wundervoll, dass es Worte nicht beschreiben können. Sie half mir, ins Leben zurückzufinden. Meine Lilah, die mir so viel gab und doch ein Geheimnis vor mir hatte, denn sie wusste, dass mir die Wahrheit das Herz brechen würde. Mein Name ist Callum Roberts, und das ist unsere Geschichte.


Meine Meinung:

Ich bin aufgrund des interessanten Covers auf "So blau wie das funkelnde Meer" gestoßen und mein Interesse wurde noch gesteigert, als ich den Klappentext las. Dies war zugleich mein erster Roman der Autorin und vorab kann ich schon mal sagen, dass mir das Buch nach einem etwas schwachen Start ziemlich gefallen hat.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Lilah McDonald und Callum Roberts, die sich eines Abends auf einer Fähre treffen. Die beiden sind im Grunde grundverschieden und beide nicht bereit für eine neue Beziehung. Doch manchmal ist Wollen zweitrangig. Die beiden lernen sich besser kennen und das was zunächst als sexuelles Abenteuer, insbesondere seitens Lilah gedacht war, entwickelt sich zu einer richtigen Lovestory. Bis das Leben bzw. das Schicksal droht den Beiden droht die Beine unter dem Körper wegreißen zu wollen.

Dieses Buch ist voller Emotionen. Man lacht und leidet mit den Charakteren.
Nach einem etwas holprigen Start, bei dem der echte Funke zunächst nicht sofort so ganz überspringt, verwickelt die Handlung die Leser in einen wahren Liebeswirrwarr. Lilah und Callum sind überaus interessante Charaktere, wenn auch zugleich im Grunde grundverschieden. Und auch, wenn beide ein ziemlich erfolgreiches Leben führen, setzen sie ihre Prioritäten unterschiedlich. Die beiden sind ein wenig wie Ying und Yang, zusammen bilden sie ein vollkommenes Ganze.
Dieses Buch geht einem ans Herz und man fängt an über sich und sein Leben nachzudenken: Lebe ich wirklich ein glückliches Leben? Was brauche ich für ein glückliches Leben? Genau solche Fragen stellen sich die Figuren immer wieder und die Antworten sind teils total verschieden, teils im Kern aber auch sehr ähnlich. Dieser Roman zeigt einem als Leser auf, dass Wollen manchmal nebensächlich ist, wenn das Schicksal zuschlägt.

Ein kleinen Kritikpunkt möchte ich lediglich auch zum Titel anbringen. Hier sagt der Originaltitel "Me without you" viel mehr über den Inhalt aus, als es der deutsche Titel kann. "So blau wie das Meer" idealisiert den Inhalt meiner Ansicht nach zu sehr, denn im Buch ist nicht immer alles eitel Sonnenschein.

Dieses Buch so richtig zu beschreiben fällt echt schwer. Vor allem, wenn man nicht zu viel vom Inhalt preisgeben mag. Meiner Meinung nach ist dies ein Roman, den man gelesen haben sollte, um sich sein eigenen Urteil bilden zu können.

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*


#projectoneyear restart


Hallo zusammen,

mission failed! So und nicht anders kann ich diesen Beitrag beginnen. Vor gut 11 Monaten habe ich mit der Challenge #projectoneyear, die von loudwords ins Leben gerufen wurde, begonnen, die zum Ziel hatte Vorhaben  in seinem Leben innerhalb eines Jahres in Angriff zu nehmen, damit man sich nicht wieder fragt „Was wäre wenn …?“. Die Ziele, die man wählt, können ganz individuelle Ziele sein, die allerdings auch für einen persönlich eine gewisse Herausforderung darstellen. Welche Ziele man sich setzt, bleibt jedem selbst überlassen. Im Laufe des Jahres berichtet man immer wieder wöchentlich/monatlich von seinen Fortschritten. Zur Motivation existiert auch eine Gruppe bei Facebook, wo man sich gegenseitig unterstützen kann.

Und was soll ich sagen: Jetzt 1 Monat vor Challengeende stelle ich fest, dass ich ich keins meiner Ziele auch nur annähernd erreicht habe bzw. denen innerhalb des Jahres leider auch kaum Augenmerk gewidmet habe. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres habe ich mich zu sehr von Unnötigem und Zeitfressern ablenken lassen, so dass ich meine Ziele vollkommen aus den Augen verloren habe.

Ich könnte natürlich jetzt sagen: OK, ich lass den einen Monat noch laufen und versuche mein Bestes. Aber ist es wirklich das, was ich wirklich will? Ich denke nicht! Das breche die „alte“ Challenge ab und beginne nun zum 01.Juli 2017 (OK, ich weiß heute ist bereits der 02.07.17  😉  ) nochmals von vorne. Ich kann natürlich nicht versprechen, dass es klappt. Aber ich möchte mir hinterher nicht selbst vorwerfen können, es nicht zumindest versucht zu haben! Denn mein Leben bedarf echter Veränderungen. Letztens bin ich auf Pinterest auf folgenden Spruch gestoßen, der mir ein wenig den Anstoß für einen Neuanfang gab:

Dieser Spruch hat mich dazu veranlasst mein Leben und meine Ziele zu überdenken. Wie vielleicht einige wissen, habe ich bereits vor ein paar Jahren meine bucket list „40 bis 40“ ins Leben gerufen. Dabei ging es darum 40 Wünsche/Ziele/Pläne/Vorhaben zu definieren, die ich bis zu meinem 40. Geburtstag erreichen möchte. Innerhalb des Jahres wollte ich die Liste vervollständigen und auch gleichzeitig Punkte darauf abhaken. Und was ist nun 11 Monate später? Ich habe zwar wenige Punkte abhaken können, allerdings habe die Liste immer noch nicht vollständig! Und ehrlich gesagt finde ich dies auch nicht schlimm! Warum muss immer ALLES bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht sein? Ist es schlimm, dass ich bis zu meinem 40. Geburtstag (der nun übrigens schon bereits in gut 16 1/2 Monaten ansteht) noch nicht an einer Bergwanderung teilgenommen habe, oder dass ich noch keinen Quilt genäht habe … oder, oder, oder …?! Manche Ziele und Wünsche ändern sich auch mit der Zeit und den Lebensumständen! Daher habe ich beschlossen, dass aus meiner bucket list „40 bis 40“ eher eine generelle Liste wird, auf der ich aufzähle, was ich noch in einem Leben machen, erleben und erreichen möchte! Diese Liste werdet ihr innerhalb des Julis hier auf meinem Blog finden. Diese Liste wird nicht starr sein. Immer wieder werden Punkte hinzukommen und einzelne Punkte werden verschwinden, wenn sie keine Bedeutung mehr für mich haben.

Aber genug abgeschweift! Eigentlich soll es hier ja um die Ziele gehen, die ich innerhalb des kommenden Jahres angehen möchte, um mich und mein Leben zu verändern! Also gut, hier sind sie also:


20 kg abnehmen

Ja, ja, ich weiß, das Ziel habe ich mir auch schon vor 11 Monaten gesetzt.  🙄
Ich könnte jetzt natürlich verkünden, dass ich es innerhalb der letzten 11 Monate immerhin geschafft habe 7 kg abzunehmen. Aber die Wahrheit ist, dass es zwischendurch sogar fast 10 kg waren, ich jedoch zwischendurch wieder zugenommen habe.
Seit Jahren versuche ich ja schon abzunehmen. Ich habe mich lange Zeit nicht genug um mich selbst gekümmert. Und die Quittung bekomme ich gerade gesundheitlich stark zu spüren. Meine Ärzte führen mir immer wieder vor Augen, was passiert, wenn ich mein Leben nicht ändere! Daher möchte ich dies nun erneut in Angriff nehmen und mit einer Abnahme von 20 kg einen großen Schritt nach vorne machen.
Mehr Bewegung/ Sport in mein Leben einbauen
Letztes Jahr habe ich hier noch ein paar Unterpunkte eingebaut. Allerdings möchte ich die Ausgestaltung hier noch offen lassen, da ich gerade in der Findungsphase bin, wie ich mein sportliches Leben gestalten möchte. Das etwas passieren muss ist mir aber vollkommen klar.  Da ich seit längerem körperlich von meinem Gewicht beeinträchtigt bin, muss hier definitiv etwas geschehen. Ich bin es satt total schnell aus der Puste zu kommen bzw. mich nur sehr „watschelnd“ bewegen zu können. Ich war in meiner Jugend mal ziemlich ausdauernd. Davon ist leider nicht mehr viel geblieben.
Da ich in meinem Job die meiste Zeit sitze, muss ich auf jeden Fall einen Ausgleich finden.


Ernährung umstellen

Zwar koche ich zwischendurch aus sehr gesund. Allerdings hat insbesondere in den letzten Monaten die Bequemlichkeit überhand genommen, so dass oftmals etwas Fertiges bzw. etwas zum Zusammenrühren (Maggi lässt grüßen  😯  ) herhalten musste. Damit soll jetzt echt Schluss sein. Ich möchte wieder mehr selbst zubereiten, so dass ich auch weiß, was drin enthalten ist. Denn seien wir mal ehrlich: Häufig wissen wir gar nicht, was wir in uns zuführen und essen Lebensmittel mit Zutaten, die wir nicht mal aussprechen können bzw. von denen wir nicht mal wissen, was es wirklich ist. Ich weiß beispielsweise bis heute nicht, was Guarkernmehl ist bzw. wozu es hinzugefügt wird.  😉
An mindestens 4 Tagen in der Woche möchte ich frisch und gesund kochen. Ich möchte mir Strategien aneignen, mir Sachen auf Vorrat herzustellen, so dass ich selbst nach einem stressigen und langen Tag nicht in die Versuchung komme, zu Fertigkost zu greifen.
Letztendlich soll mir dieses Ziel auch bei meiner Abnahme helfen und zu einem gesünderen Leben führen.


Sachen immer direkt wegräumen

Ich gehöre zu den Menschen, die Sachen oftmals irgendwie ablegen und sich sagen „Ach, das kann ich auch später noch wegräumen“. Wer kennt ihn nicht: Den Stuhl, auf dem wir immer Kleidung anhäufen, die noch nicht wirklich schmutzig ist, die wir aber auch nicht zurück in den Schrank räumen wollen?! Ich habe so einen Stuhl, auf dem die ganze Woche mein Wäscheberg anwächst, um dann am Wochenende doch im Wäschekorb bzw. der Waschmaschine zu landen. Ähnlich sieht es mit der Ablage im Flur, dem Regal, etc. aus. Alles wird erst mal abgelegt, bis ich am Wochenende in den Aufräumwahn verfalle. 🙄


Mein Leben entrümpeln

Ich weiß, dieses Ziel ist noch ziemlich abstrakt! Aber ich möchte es extra noch nicht näher definieren.
Seien wir mal ehrlich: Wie viel von dem Kram, den wir bei uns angehäuft haben, benötigen wir tatsächlich? Wenn ich in mein Bücherregal schaue, kann ich bei mindestens 2/3 aller Büchern die Aussage treffen, dass ich sie nicht nochmals lesen werde. Ich verkaufe zwar immer wieder mal Bücher oder tausche sie bei tauschticket.de. Aber was ist mit den Büchern, die ich nicht loswerde? Ja genau, sie verstauben im Regal.
Ähnlich sieht es mit DVDs aus. Man kauft sie, manche schaut man häufiger als andere. Ich habe welche, die habe ich vielleicht 1x geschaut und seitdem stehen sie im Regal.  🙄
Das Ganze könnte man noch über viel mehr Bereiche ausweiten: Kosmetika, Kleidung, Küchenartikel, etc.. Aber Fakt ist, vieles benötigt man so nicht! Also möchte ich hier innerhalb der nächsten 12 Monate Kehraus machen und mich von Sachen trennen, die nur dazu führen, dass man im Chaos versinkt.


Rezeptsammlung zusammenschreiben

Noch ein Ziel aus dem letzten Jahr, was ich immer noch nicht angegangen bin.  😉
Im Grunde habe ich schon seit einigen Jahren eine Sammlung von Rezepten (u.a. aus Zeitschriften, Kopien aus Büchern von Freunden, etc.), die ich abtippen möchte, um so meine eigene geordnete Sammlung zu haben, die nicht mehr einfach nur aus einem Durcheinander besteht, in dem ich ein bestimmtes Rezept kaum finde.
Also gilt es nun: Abtippen! Abtippen! Abtippen!  😆


Offener sein bzw. zu mir selbst stehen

Das Ziel ist weiterhin nicht besonders klar definiert. Oftmals verstecke ich mich hinter einer Maske aus Angst davor, was mein direktes Umfeld von mir denkt. Ich bin es seit meiner Kindheit gewohnt angepasst zu sein und verberge daher vieles, von dem ich befürchte, dass die Menschen um mich herum es nicht akzeptieren oder verstehen können.
Innerhalb der letzten 11 Monate habe ich mich in Teilen bereits öffnen können. So wissen inzwischen ein paar Leute aus meinem Umfeld, dass ich diesen Blog führe. Allerdings hänge ich dies auch nicht an der großen Glocke. Aber alleine das Wissen, dass der Blog kein Geheimnis mehr ist, macht es leichter für mich. Ähnlich ist dies in anderen Bereichen. Ich sage inzwischen häufiger meine Meinung, auch wenn sie durchaus auch mal nicht akzeptiert wird. Aber damit muss ich leben. Ich kann und will es nicht mehr allen recht machen!


Ich habe mir erneut noch ein paar kleinere Ziele gesteckt, die ich aber momentan noch nicht offenbaren mag, da sie ziemlich persönlich sind. Außerdem würde es irgendwann den Rahmen dieses Posts komplett sprengen, wenn ich alles niederschreibe. Ich werde diese Ziele auf jeden Fall in meine zukünftigen Beiträge mit einfließen lassen.
Upps, jetzt ist der Beitrag wirklich extrem lang geworden, so dass ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr verschreckt habe.  😆
Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie dieses Jahr verlaufen wird!

Sommerliche Grüße
Babs