[Rezension] "Wintersterne" von Isabelle Broom

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de

Aus dem Englischen von Uta Rupprecht
Originaltitel: A Year and a Day
Originalverlag: Penguin Random House UK
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-35910-9
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Diana
Erschienen: 09.10.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Isabelle Broom (Autorin)
Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. «Wintersterne» ist ihr zweiter Roman im Diana Verlag.

Uta Rupprecht (Übersetzerin)
Uta Rupprecht studierte in München Germanistik und übersetzte dann einige Jahre lang Literatur aus dem Englischen. Von 1996 bis 2009 arbeitete sie als Verlagslektorin in München und Berlin. Sie lebt als Übersetzerin und freiberufliche Lektorin in München.


Klappentext: 

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.


Meine Meinung: 

"Winterherzen" von Isabelle Broom war mein erstes Buch der Autorin und wahrscheinlich auch nicht mein letztes! Mit ihrem Roman entführt Broom ihre Leser in einer wunderbar weihnachtliches Prag, von dem ich mir vor dem Lesen nie wirklich gewünscht habe, es zu besuchen. Nach dem Lesen sieht dies jedoch nun anders aus. Ich habe mich nicht nur in die Figuren verliebt, sondern auch in Prag mit seinem altertümlichen und romantischen Charme.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die drei Frauen Megan, Hope und Sophie, die alle drei vor lebensverändernden Entscheidungen stehen bzw. Hindernisse zu bewältigen habe. Jede für sich besucht Prag aus unterschiedlichen Beweggründen: Megan begleitet ihren Freund nach Prag, der sich als Lehrer auf eine Reise vorbereiten möchte. Hope hat sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt, wodurch das Verhältnis zu ihrer Tochter zerrüttet ist, und besucht die Stadt mit ihrem neuen Freund. Sophie, so scheint es zunächst, reist alleine nach Prag und wartet dort auf die Ankunft ihres Verlobten.
Die Geschehnisse werden zunächst aus den verschiedenen Sichtweisen der Frauen erzählt, was einem die Möglichkeit gibt sie näher kennen zu lernen. Nach und nach werden die Handlungstränge der drei Frauen miteinander verknüpft, da sie immer wieder aufeinander treffen. Stück für Stück treten geheime Wünsche und Sehnsüchte ans Licht und Unklarheiten werden beseitigt.

Isabelle Broom schafft es mit ihrem Roman ein so tolles atmosphärisches Bild von Prag zu erzeugen, dass man das Gefühl hat real vor Ort zu sein und alles mitzuerleben. Das Umfeld wirkt sehr gut recherchiert und man fühlt den urigen Charme, den die Stadt verbreitet.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker und verbreitet eine emotionale Weihnachtstimmung. Mit den drei völlig unterschiedlichen Figuren hatte ich anfangs leichte Probleme, was aber eher daran lag, dass sie auf mich zunächst alle drei ziemlich oberflächlich wirkten. Sobald man sie jedoch näher kennenlernt, fällt es einem leichter sich in sie hineinzuversetzen und ihre Handlungen und Beweggründe nachzuvollziehen.

Einen leichten Kritikpunkt muss ich leider hinsichtlich der Plotentwicklung benennen. Währen die Handlung die meiste Zeit echt locker flockig dahinfliegt und dadurch stellenweise auch ein wenig lang wirkt, überstürzen sich am Ende plötzlich die Geschehnisse. Einerseits fand ich es toll, dass am Ende noch so echte Dramatik aufbaut, da sie das Ende wunderbar abrundet. Andererseits hätte ich mir aber auch am Ende die ein oder andere richtig gute Spannungsspitzen gewünscht.

Alles im Allem ist "Wintersterne" jedoch ein toller Roman mit atmosphärischer Stimmung und interessanten Charakteren!

Fazit:
Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an Prag und das Leben mit all seinen Wirren! Für mich eine unbedingte Leseempfehlung!

Note: 2+


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*


[Rezension] "Bis das Glück uns findet" von Lucy Dillon

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Claudia Franz
Originaltitel: All I Ever Wanted
Originalverlag: Hodder & Stoughton
Taschenbuch, Klappenbroschur, 592 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48637-3
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Goldmann
Erschienen: 18.09.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Lucy Dillon kommt aus Cumbria, einer Grafschaft im Nordwesten Englands, und lebt heute mit ihren zwei Hunden, einem alten Range Rover und viel zu vielen Büchern in einem Dorf in der Nähe von Hereford. Lesen war schon immer Lucys Schwäche. Nach dem Studium in Cambridge und der Lektüre zahlreicher Klassiker arbeitete sie als Presseassistentin und las täglich massenhaft Zeitschriften, gefolgt von einer Tätigkeit als Juniorlektorin und dem Lesen unzähliger Manuskripte. Inzwischen hat sie selbst zahllose Romane veröffentlicht. Ähnlichkeiten mit Lucy Dillons Familie oder ihren Freunden sind rein zufällig − die Vierbeiner dürften sich allerdings wiedererkennen.


Klappentext: 

Nancy ist vier Jahre alt, fast fünf. Sie plappert wie ein Wasserfall: beim Frühstück, im Kindergarten, mit ihren Stofftieren. Doch an einem kalten Wintermorgen wird alles anders. Nancys Eltern trennen sich – und sie verstummt. Nancys Tante Eva ist vierundvierzig, fast fünfundvierzig. Vor Jahren verliebte sie sich Hals über Kopf in den deutlich älteren Michael. Es ist das große Glück – bis er unerwartet stirbt und Eva allein zurückbleibt. Doch dann tritt ihre Nichte Nancy unerwartet in Evas Leben. Und bald entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen dem stillen Mädchen und der Frau, die erkennt, dass das Glück einen manchmal von ganz allein findet ...


Meine Meinung: 

Da mir die bisherigen Roman der Autorin sehr gefallen haben, war ich auf diesen auch sehr gespannt. Wie in ihren vorherigen Roman lässt die Autorin auch in diesem Roman wieder Hunde für einen liebreizenden Charme sorgen. Dies funktioniert auch in diesem Roman gut. Jedoch braucht man eine Weile, um so recht in die Handlung reinzukommen, da die erwachsenden Hauptfiguren auf den ersten Blick nicht so ganz überzeugend sind. Jedoch machen die lebhaften Kinder Hunde dies wieder wett.

Dieser Roman handelt von Vergangenheitsbewältigung und Neuanfänge. Allen voran müssen die kleine Nancy und ihre Tante Eva mit neuen Lebensumständen klar kommen.
Die kleine Nancy verstummt von einem auf den anderen Tag und es scheint kein Rankommen an sie zu geben. Körperlich ist sie unversehrt, geistig macht ihr jedoch etwas zu schaffen, was dazu führt, dass sie nicht mehr spricht. Als diese ihre Tante Eva besucht, lernt sie deren Hunde kennen, zu denen sie sofort einen Draht hat. Eva ihrerseits hat vor einer Weile ihren Mann verloren und kämpft immer noch mit dem Verlust. Während der Besuche Nancys bei ihrer Tante, tauen beide immer mehr auf.

Dies ist ein Buch zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Insbesondere Nancy großer Bruder sorgt durch seine überquellende Lebensfreude gerade für immer neue Lacher, während man sich gleichzeitig über die erwachsenden Figuren aufregt. Insbesondere Nancy Vater ist in meinem Augen ein pedantischer Kontrollfreak, dem man leider keine Sympathie entgegen bringen kann, so dass sein Wandel am Ende leider unglaubwürdig erscheint. Ich hätte mir gewünscht, dass er zwischendurch auch mal ein positives Bild von sich geben kann. Jedoch passiert dies nie (bzw. erst ganz zum Schluss).
Man ahnt sehr schnell, was der Grund für Nancys Verstummen ist. Zwar erscheinen einem diese zunächst beim Lesen als Erwachsene nicht unbedingt einen Sinn. Versetzt man sich jedoch in die Lage eines vierjährigen Kindes bekommt er diesen. Genau dies lässt die Geschichte real erscheinen und macht sie lebensnah.

Ich habe einen Moment gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Aber nach einer Weile überzeugen vor allem die Kinder und Hunde, so dass einem eine abwechslungsreiche Handlung erwartet. Und auch wenn vielen vorhersehbar ist, mindert dies nicht wirklich die Lesensfreude.
Insgesamt ist dies ein überaus solider Roman mit einer Menge Charme!

Note: 2-


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] "Weihnachten in Briar Creek" von Olivia Miles

Buchinformationen: (Quelle: https://www.luebbe.de)

10,00 € inkl. MwSt.
LYX
TASCHENBUCH
FRAUENROMANE
367 SEITEN
ALTERSEMPFEHLUNG: AB 16 JAHREN
ISBN: 978-3-7363-0529-8
ERSTERSCHEINUNG: 29.09.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.luebbe.de)

Olivia Miles gewann 2011 den Harlequin Happy Holidays Contest. Seitdem schickt sie ihre Protagonistinnen mit Vorliebe aus der Großstadt in idyllische Einöden. Denn obwohl die Autorin schon immer in großen Metropolen lebte und arbeitete, weiß sie den Kleinstadt-Charme zu schätzen. Ihre Romane wurden bereits in zahlreiche Sprachen übersetzt. Miles lebt mit ihrer Familie in Illinois.


Klappentext: 

Wenn Briar Creek am schönsten ist

Wenn Kara Hastings ihre kleine Bäckerei vor dem Ruin retten will, muss sie den weihnachtlichen Dekowettbewerb von Briar Creek gewinnen. Nate Griffin hat ihr da gerade noch gefehlt. Der arrogante – und unverschämt attraktive – Großstädter tritt mit der Frühstückspension seiner Tante gegen sie an. Leider ist er bekannt dafür, immer zu bekommen, was er will. Dabei kann er Weihnachten nicht ausstehen! Kara sagt dem Grinch den Kampf an – auch wenn dieser ihr Herz bei jeder Begegnung zum Schmelzen bringt …
"Leser, die nach einer pfefferminzgefüllten, herzerwärmenden und weihnachtlichen Liebesgeschichte suchen, werden Nate und Kara lieben." Publishers Weekly
Abschlussband der Briar-Creek-Reihe von Bestseller-Autorin Olivia Miles


Meine Meinung: 

"Weihnachten in Briar Creek" ist der letzte Band einer wundervollen Reihe, die im kleinen Örtchen Briar Creek spielt. Ich war auf diesen Roman schon sehr gespannt, da ich die vorherigen Bücher der Reihe sehr mochte. Und auch bei diesem wurde ich nicht wirklich enttäuscht.
Olivia Miles entführt einen als Leser erneut in einer Welt, in der Gemeinschaftsgefühl und Freundschaft ganz oben angesiedelt ist und vermischt diese "Traumwelt" mit traumhaft weihnachtlichem Flair.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen in diesem Band vor allem Kara Hastings, die in Briar Creek soeben eine Cookie-Bäckerei eröffnet hat und die sich dagegen erwehren muss, dass jeder denkt, dass sie diese Geschäftsidee schnell wieder aufgeben wird, und Nate Griffin, der in Briar Creek zu Besuch bei seiner Tante ist und ebenfalls mit Vorurteilen zu kämpfen hat.
Insbesondere Kara ist überaus engagiert, zugleich hat sie aber stellenweise auch sehr wenig Selbstwertgefühl. Sie macht ihr Verhalten oftmals davon abhängig, was die anderen über sie sagen (könnten). Nach und nach gewinnt sie jedoch mit Hilfe ihres persönlichen Umfelds, und vor allem dank Nates Hilfe, an mehr Selbstvertrauen.
Als Kara und Nate das erste Mal aufeinander treffen, ist es nicht sofort Liebe auf den ersten Blick bei Kara, auch wenn von Beginn an die Funken sprühen. Zu arrogant und selbstgefällig kommt Nate anfangs daher, so dass es einem auch als Leser zunächst ein wenig schwer fällt mit ihm Mitgefühl zu haben, als Kara ihn von sich weist. Im Laufe des Romans erfährt man jedoch, warum Nate der ist, der er ist, so dass sein anfängliches Verhalten einen Sinn ergibt. Briar Creek bewirkt außerdem auf den überzeugten Großstädter einen Wandel des Wesens, so dass zwischen Kara und Nate irgendwann eine tolle Harmonie entsteht, auch wenn die zunächst nur von Dauer erscheint.

Dieser Roman schafft es neben einer tollen Liebesgeschichte, den perfekten Geist von Weihnachten einzufangen. Mal abgesehen, von der winterlichen Kulisse, in die die Handlung eingebunden ist, treten durch Reaktionen und Verhaltensweisen, der wahre Sinn von Weihnachten, die Nächstenliebe zutage. Ich für meinen Teil habe mir beim Lesen gewünscht real vor Ort zu sein. Ich konnte den Keks- und Kakaoduft förmlich riechen und habe mich beim Lesen ein weiteres Mal in den kleinen Ort mit seinen Bewohnern verliebt.

Allerdings muss ich auch leichte Kritik äußeren, da ich das Ende ein wenig abhakt und übereilt fand. Klar, wusste ich, dass mich ein Happy End erwartet. Jedoch tritt dies für jede Figur ein. Plötzlich ist alles eitel Sonnenschein und selbst Figuren, die zunächst mit sich und ihren Entscheidungen hadern (Molly, Karas Schwester) sind sich plötzlich über ihr Leben in Klaren?! Das wirkte dann selbst auf mich ein wenig unglaubwürdig.
Des Weiteren spielen in diesem Roman zu viele Figuren eine kleiner oder größere Rolle. Auch wenn mir die Paare der vorherigen Bände durchaus geläufig waren, fand ich es gleichzeitig ein wenig verwirrend, dass diese im Roman oftmals zur gleichen Zeit zusammenkommen, so dass ich dann doch irgendwann ein wenig den Überblick verloren habe. Für jemanden, der die vorherigen Bände nicht kennt, wirkt dies vermutlich sogar eher störend. Hier würde eine kurze Erläuterung dazu beitragen, wer mit wem in Verbindung steht. Zwar wird dies stellenweise mal kurz erwähnt, aber nicht näher darauf eingegangen, so dass Nates Satz relativ am Ende "Sind eigentlich alle Leute dieser Stadt irgendwie mit einander verwandt?" ein Sinnbild für diese Verwirrung. Hier hat er mir aus der Seele gesprochen.

Mal abgesehen vom etwas zu schnellen Ende ist dies jedoch ein traumhafter Weihnachtsroman, der einem die Vorfreude auf Weihnachten nur noch größer werden lässt. Der Ort und seiner Bewohner ziehen einem in seinen Bann. Was will man mehr? Daher lautet mein Urteil:
Unbedingte Leseempfehlung!

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*


Vorherige Bände der Reihe:
Winter in Briar Creek
Neuanfang in Briar Creek
Herbstzauber in Briar Creek
Frühlingsgefühle in Briar Creek